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Lübbe will Spitzenplatz in den Charts verteidigen 19.05.2011
Fast wähnte man sich auf einer Buchmesse, denn so heiter und erwartungsvoll war die Stimmung am Dienstagnachmittag im Foyer des Kölner Verlagshauses Bastei Lübbe, als die Highlights des Herbst- und Winterprogramms einer Schar von Buchhändlern und Pressevertretern vorgestellt wurden. Impressionen:
Verlagschef Stefan Lübbe betonte zunächst noch einmal, dass der Umzug von „Berg Karabach“ (wie er scherzhaft die alte Heimat Bergisch Gladbach nannte) nach Köln-Mülheim die richtige Entscheidung gewesen sei. Geschäftsführer Klaus Kluge erklärte, das eigene Programm lasse den Bücherherbst „hell erstrahlen“, auch wenn die Stimmung in der Branche „verhalten“ sei. Nach zwei hervorragenden Jahren mit riesigen Verkauferfolgen von Dan Brown („Das verlorene Symbol“, 2009) und Ken Follett („Sturz der Titanen“, 2010) stehe man nun vor der „großen Herausforderung“, im dritten Jahr in Folge den Spitzenplatz in den Bestsellerlisten zu verteidigen.

Einer, der dem Verlag auch 2011 Erfolg bescheren kann und wird, ist Andreas Eschbach, der eigens aus seiner Wahlheimat in der Bretagne mit dem Zug nach Köln gereist war. Kein anderer schaffe es, sein Publikum immer wieder zu verblüffen und „sich selbst ständig neu zu erfinden“, pries Kluge den Autor, der Titel und Inhalt des neuen Romans verriet: In „Herr aller Dinge“ geht es um Nano-Technologie und Liebe, um einen Utopieentwurf und um Horror. Im Gespräch mit dem Journalisten und Autor Peter Großmann erklärte Eschbach, er habe sich überlegt, „ob es nicht eine Möglichkeit gebe, dass jeder Mensch reich sein und alles haben kann.“

Auch wenn sich Eschbach wieder intensiv schlau gemacht hat über die Themen seines Romans, würde er doch gerne mal für seine Fantasie gelobt „und nicht für meine Recherche.“ Unterschiedliche Nuancen von Neid und Bewunderung traten einigen Zuhörern ins Gesicht, als der Autor erzählte, wie er jeden Morgen sein Arbeitszimmer betritt, aus dessen Fenster er auf den Atlantik blickt. Sein „liebster Aufenthaltsort“ sei dennoch „vor der Tatstatur.“

Die nächste Autorin konnte leider nicht kommen; doch das Publikum hört aufmerksam zu, als Kluge Rebecca Gablés jüngsten Roman vorstellte: „Der dunkel Thron“ ist der von den Fans sehnlichst erwartete vierte Teil der Waringham-Saga. Der historische Roman wird breit beworben: Neben Spots im Programm von RTL gibt es eine große Online-Kampagne, Anzeigen in Frauenzeitschriften, und auch die „Leserjury“ (eine Verlags-Community mit inzwischen über 40.000 Mitgliedern) wird aktiv werden.

Viel zu lachen gab es, nachdem Kerstin Gier bei Peter Großmann auf der Bühne Platz genommen hatte. „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ heißt ihr neues Buch mit dem netten Esel auf dem Cover. Es sei ein „Gedankenexperiment“, erklärte die Autorin: Die Protagonistin wird von einer Straßenbahn angefahren, um fantasymäßig fünf Jahre vorher eine andere Beziehung erproben zu können. Gier las die jüngste Fassung der ersten Seite und stellte überrascht fest, dass sie wohl eine wichtige Passage gelöscht hatte. Vorher gab sie noch gut gelaunt zu Protokoll, warum sie ein Buch pro Jahr schreibt: „Von irgendetwas muss man ja leben.“ Von der einzigartigen Atmosphäre Islands leben die Krimis Arnaldur Indridasons, der zuhause geblieben war, weil er im Herbst als Ehrengast zur Frankfurter Buchmesse anreisen wird, wo Island Gastland sein wird. Sein 13. Roman „Abgründe“ behandelt die Finanzgeschäfte isländischer Banken. Lübbe-Pressechefin Barbara Fischer zeigte Lichtbilder von früheren Pressereisen mit Indridason über seine Insel, auf der es eigentlich kaum Kriminalität gibt.

Für die gewiss größte Heiterkeit an diesem Nachmittag sorgte Teleshopping-Moderator Ralf Kühler: Witzig, schlagfertig und höchst originell stellte er sein Buch „Das ist nicht irgendeine Pfanne, liebe Zuschauer“ vor, worin er einen kritisch-satirischen Blick hinter die Kulissen des Gewerbes wirft. Kühler bekannte: „Mir war von Anfang an scheißegal, was ich verkaufe, Hauptsache ich hatte Spaß.“ Den Topgag des Tages landete Kühler mit seinen „Streuhaaren“, die TV-Moderatoren gerne benutzen, um kurzfristig ihr flüchtendes Haupthaar zu kaschieren. Cool demonstrierte Kühler an eigenen Fehlstellen die Benutzung: einmal streuen, Haarspray zum fixieren draufsprühen, und fertig ist die nahtlose Frisur. Der Mann verfügt unzweifelhaft über ein riesiges Kabaretttalent.

Selbst moderierend nahmen sodann Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhöfer ihre Plätze ein. Das TV-bekannte kochende Ehepaar plauderte angeregt über Entstehung und Inhalt des neuen Printprodukts „Auf der Suche nach dem verlorenen Geschmack“. Offenbar ist es beim Sachbuch nicht anders als beim Roman: „Der Anfang eines Buches ist immer grauenvoll“, so Meuth.

Szenenwechsel: Kluge machte mit zwei Highlights des neuen Lübbe-Verlags Quadriga bekannt, der politisch-gesellschaftliche Themen und Entdeckungen publiziert. Zum Beispiel ein Buch, das „Soll das ein Witz sein?“ heißt. Dabei handelt es sich um einen Dialog zwischen dem Literaturkritiker Hellmuth Karasek (anwesend) und dem Kabarettisten Eckart von Hirschhausen (nicht anwesend) über Humor und Satire. Für Karasek eine schöne Gelegenheit, einige Witze vom Stapel zu lassen, die zwischen den Güteklassen „gut abgehangen“ und „ziemlich originell“ pendelten.

Originell ist auch, was die bekannte Schauspielerin Diana Amft (aus der TV-Serie „Doctor’s Diary“) als Kinderbuchautorin bei „Baumhaus“ veröffentlicht: Die kleine Spinne Widerlich“ ist aus Amfts Spinnenangst entstanden. Die kleinen, süßen Geschichten über „Tante Igitte“ und andere Spinnen beschreiben das aufregende Leben der kleinen Krabbler in Koexistenz (oder auch nicht) mit dem Menschen; übrigens hübsch illustriert von Martina Matos. Amfts Devise lautet: „Wer keine Angst hat, hat keine Fantasie.“

Last not least wurde Lars Keplers neuer Krimi „Paganinis Fluch“ promotet, aus dem Simon Jäger, die deutsche Stimme von Matt Damon, einige spannende Passagen las. Eine „große Zukunft“ prophezeite Klaus Kluge Katie Kacvinskys Debüt „Die Rebellion der Maddie Freeman“; der Roman über die Facebook-Generation wird bei Boje erscheinen.

Quelle: Börsenblatt online

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