Der Cousin im Souterrain
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Der nach "Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten" zweite Streich der Dortmunder Autorinnengruppe "Undpunkt".
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Horst-Eberhard Richter ist tot 21.12.2011
Der Psychoanalytiker, Friedensaktivist und Autor Horst-Eberhard Richter ist am 19. Dezember in Gießen nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 88 Jahren gestorben.

Horst-Eberhard Richter wurde am 23. April 1923 in Berlin geboren. Er studierte dort Medizin, Philosophie und Psychologie. Nach dem Zweiten Weltkrieg, er wurde 1941 zur Wehrmacht eingezogen, promovierte er 1949 zum Dr. phil., 1957 erlangte er den Doktorgrad in der Medizin. Von 1959 bis 1962 leitete er das Berliner Psychoanalytische Institut. 1962 übernahm er an der Universität den neu eingerichteten Lehrstuhl für Psychosomatik. Dort baute er ein fächerübergreifendes Zentrum für Psychosomatische Medizin auf. Seine ersten Bücher, in denen Richter ein neues Verständnis familiär verursachter Neurosen erarbeitete, wurden laut Würdigung der IPPNW zu international anerkannten Klassikern psychoanalytischer Literatur. 1991 wurde Richter emeritiert. Danach leitete er von 1992 bis 2002 das Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt am Main.

Neben seiner akademischen Karriere setzte sich Richter seit den 1980er Jahren verstärkt in der Friedensbewegung ein. 1982 etwa zählte er zu den Mitbegründern der westdeutschen Sektion der "Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung“ (IPPNW). Der Organisation wurde 1985 der Friedensnobelpreis verliehen. Horst-Eberhard Richter wurde für sein Wirken vielfach ausgezeichnet: unter anderem mit der Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main (2002). Das Bundesverdienstkreuz hat er dreimal abgelehnt.

Zu seinen zahlreichen Publikationen gehören: "Eltern, Kind und Neurose" (1962; aktuelle Neuauflage bei Rowohlt), "Der Gotteskomplex" (1979; 2005 Neuauflage im Psychosozial-Verlag), "Zur Psychologie des Friedens" (1984; Rowohlt), "Umgang mit der Angst" (1992; 2008 Neuauflage im Psychosozial-Verlag), "Kultur des Friedens" (als Herausgeber, 2001 im Psychosozial Verlag) und zuletzt "Moral in Zeiten der Krise" (2010, Suhrkamp).

Ein weiterer Nachruf findet sich in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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