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Ist das klassische Sachbuch zu schwer für die Leser? 27.02.2012
Mit Ullstein extra starten die Ullstein Buchverlage ein neues Imprint: Dort sollen populäre, erzählende Sachbuch-Paperbacks vom wahren Leben berichten. boersenblatt.net fragt Programmleiter Daniel Oertel (39), warum es einen neuen Verlag braucht.

Sachbücher werden zusehends erzählerischer, was viele Leser einfach schätzen. In den USA oder Großbritannien ist das erzählende Sachbuch ja schon seit langem eine etablierte und angesehene Textgattung. Mittlerweile gibt es auch bei uns viele Autoren, die lebendig und bewegend erzählen und die beiden klassischen Sachbuchelemente Wissen und Fakten in gute Geschichten verwandeln können. Ich denke, dass sich die Trennung zwischen Non-Fiction und Fiction, zwischen literarischer und akademischer Kultur auch hierzulande allmählich auflöst.

Wir haben in den vergangenen Jahren im Buchmarkt allgemein und anhand eigener Sachbucherfolge in den Ullstein Buchverlagen gesehen, dass es eine wachsende Begeisterung für die „kleinen und nahen Geschichten“ gibt, wie es der Germanist Peter von Matt kürzlich formuliert hat. Die Leser sind neugierig auf Erfahrungsberichte, oft von unbekannten Autoren, denen es gelingt, einen überraschenden und ungewöhnlichen Einblick in ihren Berufsalltag, ihre Lebenswelt, ihr Milieu zu geben.

Daraus ist in unserem Haus die Idee entstanden, einen eigenen Verlag zu gründen. Bei Ullstein extra erscheinen künftig pro Jahr acht bis zehn Bücher, die im strengen Sinne als Non-Fiction gelten, aber mit belletristischem Schwung daherkommen, die informativ und zugleich unterhaltsam die Wirklichkeit widerspiegeln. Und einfach gut erzählt sind. Ein gutes Beispiel dafür ist unser erster Spitzentitel: „110 – Ein Bulle hört zu“ von Cid Jonas Gutenrath, einem Polizisten, der aus seinem Alltag in der Berliner Notrufzentrale berichtet. Es sind durchweg kurze, pointierte, sehr authentische Storys mit unglaublicher Sogwirkung, die mich schon bei der ersten Lektüre begeistert haben, manchmal habe ich laut gelacht, manchmal den Atem angehalten – eine Achterbahn der Gefühle. Ein anderer Titel nimmt sich des Themas Hausbau an: Vom ersten aufkeimenden Wunsch nach den eigenen vier Wänden bis zu den subtilen Kämpfen, die er sich mit Architekt, Bauleiter, Fliesenleger und Nachbarn liefert, erzählt „ZeitMagazin“-Autor Matthias Kalle mit viel Selbstironie – und ich vermute, dass jeder, der das mal erlebt hat, sich an dieses Wechselbad von Euphorie und Katastrophen erinnern wird.
Die Bücher des neuen Verlags sollen überwiegend als hochwertige Klappenbroschuren erscheinen, einige Titel im Programm sind aber auch als preisgünstige Hardcover vorstellbar. Dabei beschäftigt uns weniger die Reform der „Spiegel“-Bestsellerliste als der Wunsch, die Bücher so auszustatten, wie es zum Inhalt und zur Covergestaltung passt. Ullstein war ja ursprünglich ein Zeitungsverlag, und wir haben in unserem Haus von jeher ein besonderes Interesse an den spannenden oder verblüffenden Seiten der Wirklichkeit. Und mit Ullstein extra greifen wir diese Tradition jetzt wieder auf und geben ihr eine neue Wendung.

hc
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Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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