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Man sieht es – und muss es haben 20.04.2012
Judith Schalanskys "Der Hals der Giraffe" fällt durch seinen wunderbaren Einband auf – und übererfüllt jede Erwartung.

Manchmal geschieht es, dass man ein Buch sieht und es sofort anfassen und haben möchte, bevor man weiß, welche Bewandtnis es darum hat, geschweige denn, um was es darin geht. Wenn ein solches Buch noch dazu in einem Großverlag erscheint, staunt man doppelt. So ging es mir mit Judith Schalanskys "Der Hals der Giraffe". Die Autorin war mir zuerst mit ihrem Buch "Fraktur mon amour" aufgefallen. Dass sie es überhaupt gewagt hat, sich für diese schönen Schriften einzusetzen, hatte mich sehr für sie gewonnen, vor allem aber, wie sie das gemacht hat: in Form einer liebevollen, spielerischen, vielfältigen, ausgezeichnet recherchierten Orgie aus Schriftmustern und ornamentalen Pracht­seiten.

Für eine Blocksatz-Kolumne, die zu schmal ist und damit löchrig und fleckig wird, gibt es das schöne Fachwort "Giraffenhals". Schalanskys neuem Buch kann das nicht passieren: Die (in jedem Wortsinn) ausgezeichnete Gestalterin ist, wie auch schon bei ihrem "Atlas der abgelegenen Inseln", natürlich in erster Linie Autorin, aber eben darüber hinaus auch Illustratorin, Typografin und Setzerin in Personalunion – das wunderliche, wunderbare und zu Recht vielgelobte Buch wird dadurch zum Gesamtkunstwerk.

Das grobe Leinen mit zweifarbigem Siebdruck steht in reizvollem Kontrast zur glasklaren Innentypografie des "Bildungsromans", dessen Erfolg dazu führt, dass es in sofort vertrauter (und an dieser Stelle befremdlicher) Schönheit auf den Bestsellerstapeln der Buchhandlungen liegt – ein selbstbewusster Bote dessen, was nur das liebevoll gestaltete, gedruckte, gebundene und hergestellte Buch sein kann: ein Wundergebilde, das zum Lesen unwiderstehlich einlädt.

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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