Madrigal für einen Mörder
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Ein Krimi muss nicht immer mit Erscheinen des Kommissars am Tatort beginnen. Dass es auch anders geht beweisen die Autoren mit ihren Kurzkrimis in diesem Buch.
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Eigensinnige Entdeckerfreude 21.02.2013
Der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik geht in diesem Jahr an die österreichische Kritikerin und Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl. „Mit pfadfinderischer Begabung beobachtet Daniela Strigl seit vielen Jahren die literarische Produktion. Immer wieder stellt sie Bücher ins Licht, die ohne diese Entdeckerfreude der Kritikerin womöglich unbeachtet geblieben wären“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Die Jury betont weiterhin: „Als zunehmend gefragte Akteurin im Literaturbetrieb bewahrt sie sich dennoch eine Distanz, die erforderlich ist für das eigensinnige, nie korrumpierbare Urteil.“ Nicht zuletzt verschaffe die Wienerin Strigl den wichtigen österreichischen Autoren Aufmerksamkeit im gesamten deutschsprachigen Raum.

Die promovierte Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl lehrt seit 2007 an der Universität Wien Neuere deutsche Literatur. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die österreichische Literatur des 20. Jahrhunderts sowie deutschsprachige Gegenwartsliteratur und -lyrik. Sie ist Herausgeberin verschiedener Buchausgaben zur österreichischen und europäischen Literatur und Autorin einer Marlen Haushofer-Biografie.

Strigl publiziert Essays sowie Literatur- und Theaterkritiken in überregionalen Medien. 2001 wurde sie mit dem Österreichischen Staatspreis für Literaturkritik ausgezeichnet, 2007 mit dem Max-Kade-Essay-Preis.

Von 2003 bis 2008 sowie seit 2011 ist sie Jurorin beim Ingeborg-Bachmann-Preis, im Jahr 2009 war sie Jurorin beim Deutschen Buchpreis. In diesem Jahr ist Strigl Mitglied der Jury zum Preis der Leipziger Buchmesse.

Termin:
Der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik wird während der Leipziger Buchmesse am Donnerstag, den 14. März 2013 um 14 Uhr im „Berliner Zimmer“, Halle 5 E 315, vergeben. Die Laudatio hält der Journalist und Kritiker Paul Jandl.

Mit dem Preis zeichnet das Börsenblatt seit 1977 literaturkritisches Wirken aus. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert. In den letzten Jahren erhielten den Preis unter anderen Helmut Böttiger, Ina Hartwig, Dorothea von Törne, Gregor Dotzauer und Burkhard Müller.

Der Jury gehören an: Dr. Maria Gazzetti (Geschäftsführerin Stiftung Lyrikkabinett), Peter Härtling (Autor), Michael Lemling (Geschäftsführer der Münchner Buchhandlung Lehmkuhl), Prof. Klaus Reichert (Ehrenpräsident der Akademie für Sprache und Dichtung), Klaus Schöffling (Verleger) und Torsten Casimir (Chefredakteur Börsenblatt).

Quelle: Börsenblatt online

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