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"Ungeahnte Einblicke in die arabische Welt" 02.05.2013
Der in Bagdad geborene Abbas Khider erhält den mit 15.000 Euro dotierten Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil 2013. Die Jury würdigte den Autor als lakonischen wie heiteren Chronisten, als Meister der Situationskomik und geborenen Erzähler.

In der Jury-Begründung heißt es: "Genau eine Woche ist Abbas Khiders 'Brief in die Auberginenrepublik' im Oktober 1999 vom lybischen Bengasi in die irakische Hauptstadt Bagdad unterwegs, aus der Gaddafi-Diktatur in die noch finsterere von Saddam Hussein, in deren Gefängnissen der Autor selbst zwei Jahre verbrachte, bevor er 1996 aus dem Irak floh. Sieben Personen schildern in dieser' mesopotamischen Geschichte' den Briefschmuggel ... Das Schriftstück reist von Land zu Land und bringt jeden, in dessen Hände es gerät, dazu, seine Mentalität zu offenbaren, wodurch der deutsche Leser ungeahnte Einblicke in die arabische Welt gewinnt. Wie schon in seinem autobiographisch inspirierten Gefängnis- und Taubenzüchter-Epos 'Die Orangen des Präsidenten' erweist sich Abbas Khider als ein ebenso lakonischer wie heiterer Chronist, als Meister der Situationskomik und geborener Erzähler."

Abbas Khider, geboren 1973, wuchs in Bagdad auf und wurde dort mit 19 Jahren aus "politischen Gründen" verhaftet und gefoltert. Nach einer zweijährigen Gefängnisstrafe floh er 1996 aus dem Irak und reiste vier Jahre lang als illegaler Flüchtling durch verschiedene arabische und europäische Länder. Seit 2000 lebt er in Deutschland, machte Abitur und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. Er lebt heute als freier Autor in Berlin.

Sein Romandebüt "Der falsche Inder" (2008; Edition Nautilus) verfasste er in deutscher Sprache. Im Jahr 2009 erhielt er das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste Berlin, 2010 den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis der Robert-Bosch-Stiftung. Seine weiteren Romane "Die Orangen des Präsidenten" (2011) und "Brief an die Auberginenrepublik" (2013) sind ebenfalls in der Edition Nautilus erschienen. Khider ist noch bis Ende Juni Stipendiat im Künstlerhaus Edenkoben und zudem Poetikdozent an der Universität Landau.

Der Hilde-Domin-Preis der Stadt Heidelberg wird alle drei Jahre an Schriftsteller vergeben, die selbst im Exil oder als Nachfahren von Exilanten in Deutschland leben und in deutscher Sprache publizieren. Die Auszeichnung wird Khider am 17. September in Heidelberg entgegennehmen. Am 18. September um 19.30 Uhr wird Abbas Khider in der Stadtbücherei Heidelberg aus seinem Werk lesen.

Quelle: Börsenblatt online

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www.boersenblatt.net

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