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"Wanted Dead!" 12.06.2013
Hamed Abdel-Samad wird seit einem Vortrag in Kairo, bei dem er die These vertrat, der Islamismus sei ein verspäteter Faschismus, von einer Hetzkampagne überzogen. Auf Internetseiten etwa der Salafisten wird sein Tod gefordert. "Wir sind schockiert über die Verfolgung unseres Autors", sagt Margit Ketterle, Verlagsleiterin bei Droemer Knaur. Nachtrag: Inzwischen liegt eine Stellungnahme des Auswärtigen Amts vor.

Bei Droemer Knaur ist man der Ansicht, dass die Hetzkampagne "direkt dem Umfeld des ägyptischen Staatspräsidenten Mohammed Mursi" entsprint. Hamed Abdel-Samad vertrat in seiner Rede am 4. Juni in Kairo die These, "dass der Islamismus ein verspäteter Faschismus sei". Kritiker werfen Abdel-Samad vor, er habe damit den Propheten Mohammed und den Islam beleidigt.

Zahlreiche Internetseiten der Salafisten und Muslimbrüder zeigten daraufhin das Bild des Autors mit der Überschrift "Wanted Dead!", so Droemer Knaur. "Am Freitag gipfelte die Hasspropaganda in einem vom ägyptischen Fernsehen ausgestrahlten Mordaufruf". Assem Abdel-Maged, einer der Köpfe der militant-islamistischen Bewegung "Dschamaa Islamiya" und einst auch am Attentat auf Präsident Sadat beteiligt, habe im salafistischen Fernsehsender "Al-Hafez" zur Ermordung des Islamkritikers aufgerufen.

Hamed Abdel-Samad nimmt den Mordaufruf ernst und ist derzeit untergetaucht. In einem Spiegel-online-Interview sagte er, dass er als deutscher Staatsbürger von Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle erwarte, "dass sie den Aufruf aufs Schärfste kritisieren und Präsident Mursi dazu aufrufen, ihn ebenfalls zu verurteilen."

"Wir sind schockiert über die Verfolgung unseres Autors", sagt Margit Ketterle, Verlagsleiterin bei Droemer Knaur, "und unterstützen ihn soweit wir können. Denn wenn es eines braucht in dieser Lage, dann kritische Aufklärung, und für die steht Hamed Abdel-Samad nicht nur in Deutschland, und für die wird er nun mit dem Tod bedroht."

Im Droemer Verlag erscheint im Frühjahr 2014 Hamed Abdel-Samads neues Buch zum Thema seines Vortrages.

Hamed Abdel-Samad wurde 1972 in Ägypten als Sohn eines Imams geboren und gilt heute als einer der profiliertesten Islamexperten im deutschsprachigen Raum. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er bekannt als Autor der Bücher "Mein Abschied vom Himmel", "Der Untergang der islamischen Welt" und "Krieg oder Frieden: Die arabische Revolution und die Zukunft des Westens" sowie als einer der beiden Protagonisten der TV-Serie "Entweder Broder ? Die Deutschland-Safari". Kurz vor seiner Abreise nach Kairo nahm Hamed Abdel-Samad als Referent an der "Kritischen Islamkonferenz" teil.

Bundesregierung verurteilt den Mordaufruf in aller Schärfe

Auf die Anfrage von boersenblatt.net, sandte uns das Auswärtige Amt folgende Erklärung des Menschenrechtsbeauftragen der Bundesregierung, Markus Löning, zu: "Der öffentliche Mordaufruf gegen Herrn Abdel Samad ist durch nichts zu rechtfertigen. Ich erwarte, dass sich die ägyptische Regierung deutlich und unmissverständlich davon distanziert. Ich fordere die ägyptische Regierung auf, Meinungs- und Religionsfreiheit zu garantieren und die Sicherheit von Herrn Samad zu gewährleisten."

Zudem sei der Geschäftsträger der ägyptischen Botschaft am 10. Juni zu einem Gespräch im Auswärtigen Amt gewesen. "Dem Geschäftsträger wurde erklärt", schreibt das Auswärtige Amt, "dass die Bundesregierung den Mordaufruf gegen den Publizisten Abdel Samad in aller Schärfe verurteilt und die ägyptischen Behörden dazu aufruft, die Veröffentlichung und Ausstrahlung von Mordaufrufen zu unterbinden."

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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