Madrigal für einen Mörder
Madrigal für einen Mörder
Ein Krimi muss nicht immer mit Erscheinen des Kommissars am Tatort beginnen. Dass es auch anders geht beweisen die Autoren mit ihren Kurzkrimis in diesem Buch.
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Von Serienkillern und leichten Bewusstseinsverlusten 05.07.2013
An der Spitze der KrimiZEIT-Bestenliste behauptet sich im Juli weiterhin Patricia Melos Roman "Leichendieb". Außerdem gibt es vier Neueinsteiger - einen britischen, einen schwedischen, einen israelischen und einen amerikanischen Krimi.

Auf Platz 2:

"Gun Machine" von Warren Ellis, (Heyne, 8,99 Euro, original 2013: Gun Machine)

Gun Machine ist eine der wenigen ästhetisch und inhaltlich überzeugenden Serienkiller-Novels der letzten Jahre. Der abgehalfterte Detective Tallow mobilisiert die Reste seiner erschöpften Bullenschlauheit, um mit Unterstützung zweier völlig durchgeknallter Forensiker dem „Jäger“ auf die Spur zu kommen. Dieser Serienmörder glaubt sich zurückversetzt in das Manahatta der indianischen Ureinwohner vor Ankunft des weißen Mannes. Polizeigroteske à la Stuart McBride, Großstadthorror vom feinsten. Der Brite Ellis ist Comicautor (Transmetropolitan), sein Kriminalroman Gott schütze Amerika stand 2009 auf der KrimiZEIT-Bestenliste.

Auf Platz 4

"Bußestunde" von Arne Dahl, (Piper, 19,99 Euro, original 2007: Himmelsöga)

In dem zehnten – und vorläufig abschließenden – Roman um die Stockholmer A-Gruppe führt Arne Dahl beispielhaft seine Mischung aus hoher und niedriger Literatur vor. Er verknüpft einen Spionagefall (Hommage an John le Carré) mit einer komplexen Mordgeschichte, die sich anscheinend gegen selbstdestruktive anorektische Frauen richtet (Hommage an James Ellroy). In beiden Fällen geht es um Entführungen, in beiden auch um Krankheit: Selbstdestruktion und (Macht-)Gier. Bravouröser Schlussstein der Dekalogie, die Dahl von 1999 bis 2007 verfasste.

Auf Platz 5

"Osama" von Lavie Tidhar, (Rogner & Bernhard, 22,95 Euro, original 2011: Osama)

Der 1976 geborene Israeli Lavie Tidhar hatte das Pech, mehrfach unmittelbar in die Nähe von Anschlägen Al-Kaidas zu geraten. Der Phantasy-Autor transponierte seine Erfahrungen 2007 zunächst in die Novelle My Travels with Al-Qaeda. Osama ist die Geschichte der Suche nach dem Schundromanautor Mike Longshott, der das, was die Welt als Terroranschläge Al-Kaidas kennt, erfunden hat. Privatdetektiv Joe, der anscheinend in einer Vorzeit ohne Handys und Internet lebt, torkelt durch eine Welt der literarischen Anspielungen auf Autoren des 19. Jhdts. (de Quincey, Dickens) wie im Drogenrausch. Gewagte und gelungene Attacke auf den Mythos Osamas und den Krieg gegen den Terror – ohne der schrecklichen Realität in die Phantasy auszuweichen. 2012 mit dem World Phantasy Award ausgezeichnet.

Auf Platz 9:

"Das Fest der Schlangen" von Stephen Dobyns, (C. Bertelsmann, 14,99 Euro, original 2013: The Burn Palace)

Stephen Dobyns treibt den von Faulkner bis Stephen King betriebenen Horror der amerikanischen kleinen Stadt in Das Fest der Schlangen auf einen erzählerischen Höhepunkt. In schnellen Schnitten jagt er die Handlung – ein Baby verschwindet, Indianer greifen an, Katzen werden erhängt, Kojoten erobern die Stadt – in einen Wirbel, der Leser, Ermittler und Bewohner leichte Bewusstseinsverluste zufügt: Was ist wahr, was inszeniert, was pure Einbildung?

Quelle: Börsenblatt online

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www.boersenblatt.net

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