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Von einem, der auszog, die Wettbewerber das Fürchten zu lehren 11.11.2013
Ist Jeff Bezos der Henry Ford des 21. Jahrhunderts? Und ist Amazon der Prototyp eines Internetunternehmens, das der Wirtschaft des digitalen Zeitalters unauslöschlich seinen Stempel aufdrückt? Wenn man Brad Stones Buch über den "Allesverkäufer" und das Imperium von Amazon liest, wird man der Antwort ein großes Stück näher kommen.

Der Wirtschaftspublizist, der heute für "Bloomberg Businessweek" schreibt, hat im Laufe der vergangenen Jahre die Welt des Silicon Valley, der Start-Ups und der Internetkonzerne gründlich erforscht. Sein Amazon-Buch, für das er mehr als 300 Gespräche mit gegenwärtigen und früheren Amazon-Mitarbeitern geführt hat, auch mit Jeff Bezos selbst, ist nicht nur eine Chronik des Aufstiegs eines hochbegabten jungen Mannes mit messerscharfem Verstand zu einem der einflussreichsten globalen Player, sondern zeigt auch wie durch ein Brennglas, welche interne Agenda und welche Strategie aus dem Online-Buchhändler einen "Everythingstore" machten, der ganze Handelsbranchen aufmischt.

Brad Stone beschreibt in vielen, von Zeugen belegten Episoden, wie Jeff Bezos sich seine Spitzenposition erarbeitet hat, und welche Charaktereigenschaften und Überzeugungen ihn beim Aufbau seines Imperiums leiteten: Er ist von der Mission getrieben, Amazon zu einem globalen Shop für "Alles" auszubauen – und dabei den Kunden größtmöglichen Nutzen zu bringen; er sieht sich als Nachfolger Gutenbergs, der mit dem Kindle angetreten ist, die 550-jährige Tradition des mit Lettern gedruckten Buchs abzulösen; er ist davon überzeugt, dass die Menschen in absehbarer Zeit massenhaft digitale Bücher lesen werden. Und er begnügt sich nicht mit der Rolle, Händler zu sein, sondern zwingt sich und sein Team dazu, den Rahmen des eigenen Tuns immer wieder zu sprengen, um neue Ideen zu entwickeln und mit Amazon in andere Geschäftsfelder vorzudringen. Bezos steht für den Typ Eroberer auf dem digitalen Kontinent, dessen "Frontier"-Mentalität ihn niemals ruhen lässt.

Jeff Bezos zeichnet sich in seinem Tun durch eine Unbedingtheit aus, die auch andere Unternehmerpersönlichkeiten wie Steve Jobs an den Tag legten: Er hat sein Ziel fest vor Augen, er beobachtet sein Wettbewerbsumfeld sehr genau, er lässt nicht locker, bis das Ziel erreicht ist – und wenn er und seine "Jeff Bots" (die Amazon-Manager, die die Geschäftsideen umsetzen) Verlage bis an den Rand der Erpressung dazu drängen müssen, 100.000 E-Books zu unterirdischen Konditionen herauszurücken, damit der Start des Kindle im Herbst 2007 ein grandioser Erfolg wird. Nur ein Beipiel unter vielen.

Spätestens nach der Lektüre dieses Buchs dürfte sich niemand mehr der Illusion hingeben, er habe es mit einem herkömmlichen Unternehmer zu tun. Bezos verkörpert vielmehr den Typ des digitalen Conquistadoren, der bereit ist, sich in einem gnadenlosen Wettbewerb bestehende Industrien einzuverleiben und neue Industrien zu erfinden: Bücher, Schuhe, Cloud Services, Tageszeitungen, Raketenprojekte und mehr. Regeln wie die, dass bei einem Deal auch immer der andere profitiert, gelten unter dem Dach von Amazon offenbar nicht viel. Am Ende, so könnte man versucht sein zu sagen, gibt es nur einen "Winner", und der heißt Amazon. Aber, das lehrt die Geschichte der (Wirtschafts-)Imperien: Auf jeden scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg folgt immer auch der ebenso unaufhaltsame Niedergang.

Brad Stones Buch "The Everything Store. Jeff Bezos and the Age of Amazon" (Little, Brown and Company) ist auf Deutsch im Campus Verlag unter dem Titel "Der Allesverkäufer. Jeff Bezos und das Imperium von Amazon" erschienen (HC plus E-Book Inside, 399 S., 24,99 Euro; E-Book PDF, 20,99 Euro; E-Book E-Pub 20,99 Euro).

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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