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"Wir werden nicht nachgeben" 27.01.2014
Verdi kündigt an, am heutigen Sonntagabend mit einer hundertköpfigen Belegschaft nach Würzburg fahren zu wollen, um beim Ständigen Rat der Bischofskonferenz zu protestieren. Weitere Großaktionen sollen im Laufe einer Solidaritätswoche dafür Sorgen, dass den Bischöfen nach der ausgerufenen katholischen Woche "ein Licht aufgeht".

Verunsichert von "widersprüchlichen Aussagen der katholischen Anteilseigner in der Presse" waren Ende der Woche Vertreter der Weltbild-Belegschaft nach München gefahren um mit Aufsichtsratsvorsitzenden Peter Beer Klartext zu sprechen. Das Gespräch sei "konstruktiv verlaufen", berichteten die Teilnehmer mit Verzicht auf Details oder einen möglichen Fahrplanbezüglich der Zukunft der Belegschaft. Der Betriebsrat und vor allem Verdi zeigen sich in einer Pressemitteilung aber unzufrieden: Der "offensichtliche Zwist" zwischen den 14 Gesellschaftern bringe das Unternehmen weiter in Bedrängnis und "verschlechtere die Chancen auf Erhalt der Arbeitsplätze in Augsburg", heißt es dort.

"Das Hin und Her in den Aussagen der Bischöfe ist für den aktuell hochsensiblen Prozess alles andere als hilfreich", machte der Wirtschaftssachverständige des Betriebsrats, Klaus Warbruck, anschließend deutlich. Die Weltbild-Gruppe sei nur als Multichannel-Vertrieb über Versand und Filialen erfolgreich fortführbar. Die Belegschaft fürchtet die Zerschlagung des Verlags. Vor allem für das Digitalgeschäft von Weltbild gibt es bereits Interessenten.

Ein ersten Schritt zum Erhalt des Filialnetzes ist mit der Bereitsstellung der ersten Tranche über 35 Millionen Euro für Weltbild von zwei Diözesen erfolgt. Damit werden Engpässe oder ein Einkaufsstopp verhindert, der Geschäftsbetrieb kann regulär weiterlaufen. "Nach der Zusage der Erzdiözese München und Freising muss die Bischofskonferenz ihrer Verantwortung nachkommen und die versprochenen Mittel von mindestens 65 Millionen zur Verfügung stellen", forderte nun aber Betriebsratsvorsitzender Peter Fitz.

Hundertköpfige WELTBILD-Delegation auf dem Weg nach Würzburg

Einen schärferen Ton schlägt Verdi an: "Was wir hier erleben, ist ein absolut unwürdiges Gezanke auf Kosten unserer Arbeitsplätze", klagt Timm Boßmann, Verdi-Sprecher bei Weltbild: "Jetzt werden die Beschäftigten dafür sorgen, dass den katholischen Anteilseignern das vielzitierte Lichtlein aufgeht." In der Nacht zum Montag will eine hundertköpfige Delegation mit Bussen von Augsburg nach Würzburg zur Bischofskonferenz fahren, die im Kloster Himmelspforten tagt.

"Die Fahrt nach Würzburg soll den Anteilseignern deutlich machen, dass wir nicht nachgeben", erklärt der Verdi-Sekretär für den Handel in Augsburg, Thomas Gürlebeck: "Im Klartext: Solidarität mit den Beschäftigten ist im Falle der Bischöfe keine fromme Bitte, sondern die verdammte Pflicht eines christlichen Unternehmens."

Weitere Aktionen im Rahmen der Solidaritätswoche angekündigt

Im Laufe der Solidaritätswoche sollen nach Verdi-Ankündigungen weitere Aktionen stattfinden: Der Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Kurt Gribl, hunderte Delegierte des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und ein Stadion voller Fußballfans sollen dabei tragende Rollen spielen. Mehr war von Verdi am Wochenende noch nicht zu erfahre

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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