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Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
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Deutsch-Französischer Jugendliteraturpreis an Finn-Ole Heinrich und Rán Flygenring 24.05.2014
Der mit je 8.000 Euro dotierte Deutsch-Französische Jugendliteraturpreis 2014 ist soeben auf der Europäischen Jugendbuchmesse in Saarbrücken verliehen worden: an Finn-Ole Heinrich und Rán Flygenring für "Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt" (Hanser) und an Gaia Guasti für "La tête dans les choux" (Thierry Magnier).

"Wann ist ein Autor – und ein Verlag – so mutig gewesen, im Kinderbuch den langsamen Tod der Mutter zu thematisieren, den fortschreitenden Zerfall ihres Körpers, das Versagen der Muskulatur, den immer kleiner werdenden Aktionsradius mit Rollstuhl, den sie einfallsreich zu durchbrechen sucht?" fragte Laudator Stefan Hauck vom Börsenblatt. "Die Titelheldin Maulina revoltiert in einer Mischung aus Optimismus und Selbstüberschätzung gegen diesen Schicksalsschlag: 'Ich werde es allen zeigen, erst recht dieser Krankheit. Wette angenommen. Ich kann meine Mutter mit ein bisschen Übung auch vier Stockwerke hochschleppen.'

Sehr individuelle Charaktere zeichnet Finn-Ole Heinrich, wie den ruhigen Paul mit den sonnengelben Zähnen, der in einer Außenwohngruppe des Jugendhilfekonzepts wohnt, weil der Vater im Gefängnis ist, den einfühlsam schrägen Großvater, der unternehmungslustig und im Kopf zehnmal jünger ist als Jüngere, Maulinas verpeilter Vater, der nur "der Mann" genannt wird und findig und zäh die Zuneigung seiner Tochter zurückerobern versucht, die pragmatische Putzhilfe, die zur liebenswerten Stütze und Komplizin wird, und und und – alle so realistisch, dass wir sie übermorgen auf der Straße wiederzuerkennen glauben.

Man merkt, dass er Filmregie in Hannover studiert hat, er nimmt rasante Kamerafahrten auf, zoomt ins Detail und schafft Erkenntnisse. Heinrich beherrscht die sprachliche Klaviatur meisterhaft, erweist sich als Sprachakrobat, spielt mit Wörtern, erfindet neue und treibt die Sätze mit einer solchen Heftigkeit über die Seiten, dass sie adäquat das Innenleben der Protagonisten widerspiegeln. Rán Flygenrings Bilder entfalten eine großartige Sogwirkung; temporeich treibt sie den Inhalt wie im Graphic-Novel-Bereich voran, komponiert Seite für Seite typografisch wie bildnerisch durch."

Die Shortlist für den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis 2014 wurde bereits im Dezmeber des vergangen Jahres in Paris bekanntgegeben. Die zwölf nominierten Kinder- und Jugendbuchautoren für den Preis 2014 wurden von einer unabhängigen elfköpfigen deutschen und französischen Jury ausgewählt.
Auf der deutschen Seite sind Judith Allert mit "Paula und Lou" (ars Edition), Finn-Ole Heinrich mit "Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt" (Hanser Verlag), Charlotte Inden mit "Anna und Anna" (Hanser Verlag), Jörg Isermeyer mit "Alles andere als normal" (Verlag Beltz & Gelberg), Salah Naoura mit "Hilfe! Ich will hier raus!" (Dressler Verlag) sowie Frank Reifenberg & Gina Meyer mit "Die Schattenbande legt los" (ars Edition) nominiert für den deutsch-französischen Jugendliteraturpreis 2014.
Mit "Aristote in love" (Rouergue) von Anne-Gaëlle Balpe, "Récits extraordinaires" (École des loisirs) von Jean-François Chabas, "La tête dans les choux" (Thierry Magnier) von Gaia Guasti, "Le mas du Paon bleu" (Oskar) von Claire Mazard, "Du bonheur à l’envers" (Didier Jeunesse) von Pascal Ruter sowie "Je suis un arbre" (Actes Sud junior) von Carole Zalberg stehen auch die französischen Titel für die Shortlist 2014 fest. Vorgestellt wurden die Werke von Nathalie Beau.
Ziele des Preises sind die Vertiefung des literarischen Brückenbaus zwischen Deutschland und Frankreich und „das Verständnis für Kultur und Gesellschaft des Nachbarlandes zu stärken und den literarischen Brückenbau intensiver ins Bewusstsein zu bringen.", so Doris Pack, Vorsitzende des Bildungsausschusses im EU-Parlament.

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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