Madrigal für einen Mörder
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Ein Krimi muss nicht immer mit Erscheinen des Kommissars am Tatort beginnen. Dass es auch anders geht beweisen die Autoren mit ihren Kurzkrimis in diesem Buch.
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Fulminantes, poetisches Roadmovie 13.07.2014
Der ukrainische Autor Serhij Zhadan und seine Übersetzer Sabine Stöhr und Juri Durkot erhalten 2014 den "Brücke Berlin Literatur- und Übersetzerpreis" ? für "Die Erfindung des Jazz im Donbass", erschienen 2012 in deutscher Übersetzung bei Suhrkamp. Der erstmals vergebene Brücke Berlin Initiativpreis geht an Manfred Beilharz und Tankred Dorst für ihr Festivalkonzept "Neue Stücke aus Europa".

Serhij Zhadan, 1974 im ostukrainischen Starobilsk geboren und in Charkiw aufgewachsen, entwirft in seinem dritten Roman ein fulminantes, poetisches road movie, heißt es in der Mitteilung der Preisstifter. Die Geschichte des Kiewer Werbeunternehmers Hermann, der die marode Tankstelle seines verschwundenen Bruders übernehmen muss, entfalte sich in der "großen Leere diesseits von Stalingrad", dem Donbass. "Mit ihren skurrilen Episoden, Antihelden und Bildern von trauriger Schönheit bricht die Handlung immer wieder in eine andere Zeit- und Raumdimension vor: die de-industrialisierte Bergbaustadt Luhansk, das einstige Woroschilowgrad, die Steppenlandschaft, durch die Tataren und Zigeuner ziehen, das Fußballfeld, auf dem Hermann und seine Freunde gegen die Gasarbeiter antreten, und der Fluss, der Erinnerungen anspült. Zhadan erweckt dieses letzte, vergessene Territorium Europas aus dem Geist seiner Literatur zum Leben und setzt dabei die aktuellen politischen Konfliktlinien in neues Licht."

Meisterlich sei die Leistung der Übersetzer Sabine Stöhr und Juri Durkot: Für den dialogischen und oft rhythmischen Erzählton mit seiner Umgangssprache, seinem Sprachwitz und Humor haben sie ein deutsches Pendant gefunden, das nie seine Leichtigkeit verliert, urteilte die Jury.

Der Literatur- und Übersetzungspreis Brücke Berlin ist mit 20.000 Euro dotiert und geht je zur Hälfte an den Autor und seine Übersetzer. Der Preis soll den Blick auf die gegenwärtige Literatur der Länder Mittel- und Osteuropas lenken.

Neu: Der Brücke Berlin Initiativpreis

Der Theaterintendant und Regisseur Manfred Beilharz und der Schriftsteller Tankred Dorst erhalten den 2014 erstmals vergebenen Brücke Berlin Initiativpreis für die von ihnen konzipierte Biennale "Neue Stücke aus Europa".

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und zeichnet eine herausragende Initiative, die sich um die Vermittlung der mittel- und osteuropäischen Literatur im deutschsprachigen Raum verdient gemacht hat, aus. Mit dem Initiativpreis möchte die Stiftung auf den wesentlichen Beitrag von Institutionen oder Einzelpersonen hinweisen, die mit ihrer Arbeit der mittel- und osteuropäischen Literatur im deutschsprachigen Raum ein Podium geben und zu ihrem Verständnis beitragen.

Die vor 22 Jahren gegründete Initiative "Neue Stücke aus Europa" stelle in herausragender Weise die aktuelle zeitgenössische Theaterliteratur aus allen Staaten des Kontinents vor, seit Öffnung Europas nach Osten mit einem besonderen Akzent auf mittel- und osteuropäische Dramen.

Preisverleihung am 1. Oktober in Berlin

Beide Preise werden am 1. Oktober im Deutschen Theater in Berlin verliehen. Das Literarische Colloquium Berlin plant dazu ein begleitendes Symposium am Nachmittag.

Über die Brücke Berlin-Preise

Die Brücke Berlin-Preise werden von der BHF-BANK-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut, dem Literarischen Colloquium Berlin und dem Deutschen Theater Berlin in zweijähriger Folge vergeben. Schirmherr ist Péter Esterházy, in der Jury wirkten Jürgen Jakob Becker, Sabine Berking, Wilhelm Burmester, Ulrich Khuon, Klaus-Dieter Lehmann, Gabriele Leupold und Peter Michalzik mit.

Quelle: Börsenblatt online

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www.boersenblatt.net

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