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Maidan-Autor und Pussy-Riot-Aktivistinnen ausgezeichnet 25.07.2014
Nadeshda Tolokonnikowa, Marija Aljochina und der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch sind Hannah-Arendt-Preisträger 2014. Der Preis für politisches Denken, der von der Stadt Bremen und der Heinrich Böll Stiftung vergeben wird, ist mit 10.000 Euro dotiert und wird am 5. Dezember im Bremer Rathaus überreicht.
Die Jury des Preises vergibt die Auszeichnung in diesem Jahr jeweils zur Hälfte an den ukrainischen Lyriker, Essayisten, Romanautor, Übersetzer und Theatermacher Juri Andruchowytsch und an die russischen Aktionskünstlerinnen Nadeshda Tolokonnikowa und Marija Aljochina (ehemals Teil von "Pussy Riot").

"Die Preisträgerinnen und der Preisträger leben und arbeiten im postimperialen Raum der aufgelösten Sowjetunion und wenden sich gegen den Versuch, in der Ukraine und in Russland alte Herrschaftsverhältnisse wiederherzustellen und die politischen Freiheiten abzuschaffen. Dabei sind freilich die Bedingungen in der unabhängigen Ukraine andere als in Russland, das unter Putin dabei ist, in die Fußstapfen der vorangegangenen zaristischen und sowjetischen Gewaltregime zu treten", kommentierte die Jury.

Juri Andruchowytsch sei "ein Schriftsteller in der Tradition der Einmischung in die öffentlichen Angelegenheiten". In seinen Büchern erzähle er "von den vielfältigen Kulturen Mitteleuropas". Im Mai dieses Jahr erschien die von ihm herausgegebene Textsammlung "Euromaidan. Was in der Ukraine auf dem Spiel steht". (Suhrkamp).

Die Aktionskünstlerinnen von Pussy Riot trugen nach Befinden der Jury auf dem Höhepunkt der Demonstrationen gegen die Wiederwahl Putins als weiteren Schritt einer autoritären Wende "den Widerstand ins geistige Zentrum des neuen großrussischen Machtgebildes".

In dem Prozess, der gegen die Aktionsgruppe geführt wurde, hätten die Aktivistinnen sich mutig verteidigt. Aus der Lagerhaft heraus setzten Nadeshda Tolokonnikowa und Marija Aljochina ihren Widerstand fort. "Nach ihrer Entlassung stellten sie sich als Aufgabe, über das System der russischen Straflager aufzuklären und Solidarität für die Gefangenen zu organisieren. Mit den mutigen Aktionskünstlerinnen möchte die Jury auch all jene würdigen, die trotz Verfolgung an ihrem Widerstand gegen die reaktionäre Wende in Russland festhalten", so die Juroren.

Nadeshda Andrejewna Tolokonnikowa, (7. November 1989) stammt aus Sibirien, studierte in Moskau Philosophie und lernte dort ihren späteren Mann Pjotr Wersilow kennen. Gemeinsam waren sie Mitbegründer der Künstlergruppe "Woina" (Krieg), die mit Straßenkunst politische Provokation betrieb und durch Protestaktionen gegen die Staatsmacht bekannt wurde.

Marija Wladimirowna Aljochina (6. Juni 1988) studierte in Moskau Journalistik, engagierte sich für Umweltprojekte und psychisch kranke Kinder.

Juri Andruchowytsch (13. März 1960) ist Schriftsteller, Dichter, Essayist, Aktionskünstler und Übersetzer. Er ist eine der wichtigsten kulturellen und intellektuellen Stimmen der Ukraine. Andruchowytschs Werke sind international übersetzt und verlegt. In deutscher Sprache erscheinen sie im Suhrkamp Verlag.

Quelle: Börsenblatt online

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