Der Tod aus der Teekiste
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"Viele Autoren können schreiben, aber nur wenige können originell schreiben. Wir präsentieren Ihnen die Stecknadeln aus dem Heuhaufen."
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"Starke, lustvolle Erzähler und Erzählerinnen" 14.08.2014
20 aus 176 - der Börsenverein hat soeben die Longlist zum Deutschen Buchpreis bekannt gegeben. "Auch wenn wir uns manch mittelmäßige Lektüre gern erspart hätten, so überwiegt nach gut vier mit Lesestoff dicht gefüllten Monaten die Begeisterung über starke, lustvolle Erzähler und Erzählerinnen, die sich schwerlich unter ein paar Schlagworte fassen lassen", urteilt Jurysprecherin Wiebke Porombka über den Romanjahrgang 2014.

"Welthaltigkeit hatten wir uns von den eingereichten Titeln erhofft. Und gestoßen sind wir auf die verschiedensten Welten und Weltentwürfe und immer wieder konnten wir neu und anders und überraschend erleben, wie durch Sprache Welten nicht schlicht abgebildet, sondern allererst erschaffen wurden; beschädigte und irrwitzige Innenwelten genauso wie produktiv irritierende, vermeintlich ferne Außenwelten, die aber mitunter mehr über die Gegenwart erzählen als das vordergründig Naheliegende. Wenn wir wiederum diesen so verschiedenen Romanen, wie wir sie für die Longlist ausgewählt haben, auf diesem Wege ein paar Schritte weiter in die Welt hinaus verhelfen könnten – es wäre uns eine Freude", so das Statement der Jury weiter.

Und hier die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

Lukas Bärfuss: Koala (Wallstein, März 2014)

Ulrike Draesner: Sieben Sprünge vom Rand der Welt (Luchterhand, März 2014)

Antonio Fian: Das Polykrates-Syndrom (Droschl, Februar 2014)

Franz Friedrich: Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr (S. Fischer, August 2014)

Thomas Hettche: Pfaueninsel (Kiepenheuer & Witsch, September 2014)

Esther Kinsky: Am Fluß (Matthes & Seitz Berlin, August 2014)

Angelika Klüssendorf: April (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2014)

Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand (Hanser, August 2014)

Martin Lechner: Kleine Kassa (Residenz, Februar 2014)

Gertrud Leutenegger: Panischer Frühling (Suhrkamp, März 2014)

Charles Lewinsky: Kastelau (Nagel & Kimche, Juli 2014)

Thomas Melle: 3000 Euro (Rowohlt.Berlin, August 2014)

Matthias Nawrat: Unternehmer (Rowohlt, März 2014)

Christoph Poschenrieder: Das Sandkorn (Diogenes, Februar 2014)

Lutz Seiler: Kruso (Suhrkamp, September 2014)

Saša Staniši?: Vor dem Fest (Luchterhand, März 2014)

Heinrich Steinfest: Der Allesforscher (Piper, März 2014)

Marlene Streeruwitz: Nachkommen. (S. Fischer, Juni 2014)

Feridun Zaimoglu: Isabel (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2014)

Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser (Rowohlt.Berlin, März 2014)



Alle Bücher und Autoren plus Text zum Inhalt finden Sie in unserer Bildergalerie!



Die Jury: Katrin Hillgruber, Manfred Papst, Susanne Link, Annemarie Stoltenberg, Wiebke Porombka, Jens Bisky, Frithjof Klepp (v.l.)Die Jury: Katrin Hillgruber, Manfred Papst, Susanne Link, Annemarie Stoltenberg, Wiebke Porombka, Jens Bisky, Frithjof Klepp (v.l.)© Claus Setzer

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2014 gehören neben Wiebke Porombka an: Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung), Katrin Hillgruber (freie Kritikerin), Frithjof Klepp (Buchhandlung ocelot, Berlin), Susanne Link (Buchhandlung Stephanus, Trier), Manfred Papst (NZZ am Sonntag) und Annemarie Stoltenberg (NDR Kultur). 176 Titel, die zwischen Oktober 2013 und dem 10. September 2014 erschienen sind oder noch erscheinen, wurden von der Jury gesichtet.

Im nächsten Schritt wählen die Juroren aus den Titeln der Longlist sechs Titel für die Shortlist aus, die am 10. September veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 6. Oktober 2014 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römer statt.

Quelle: Börsenblatt online

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