Madrigal für einen Mörder
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Gute Unterhaltung 27.01.2015
Von allen Taschenbuchverlagen hatten zwei im vergangenen Jahr einen besonders guten Lauf: Rowohlt mit Jojo Moyes - und Bastei Lübbe mit dem Katzenfreund James Bowen. boersenblatt.net blickt zurück auf die meistverkauften Taschenbücher des vergangenen Jahres.

Die Bilanz zum Taschenbuch-Bestsellerjahrgang 2014 basiert auf einer Auswertung von GfK Entertainment (Verkäufe über die Vertriebswege: Sortimentsbuchhandel, Bahnhofsbuchhandel, Warenhäuser und E-Commerce).



Taschenbuch Belletristik: Top25 des Jahres 2014

Die britische Autorin Jojo Moyes setzte sich 2014 in den Charts mühelos an die Spitze – mit drei ihrer bei Rowohlt Taschenbuch erschienenen Romane – sie schaffte es auf Platz 1 („Weit weg und ganz nah“), Platz 2 („Ein ganzes halbes Jahr“) und Rang 5 („Eine Handvoll Worte“). Bei den drei Titeln handelt es sich um Originalausgaben.

Auf Rang 3 und 4 gelang zwei Romanen der Sprung in die Jahrescharts, die zuvor schon als Hardcover-Ausgaben Erfolge feierten. Rang 4 sicherte sich John Green mit seinem Jugendbuch „Das Schicksal ist ein mieses Verräter“ (Lizenzausgabe bei dtv), das rund um den Kinostart der Verfilmung im Sommer einen neuen Nachfragerekord erlebte; auf Rang 5 platzierte sich „Der Hunderjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson (Lizenzausgabe bei btb).

Das Geschäft wird von den großen Verlagen dominiert, die Taschenbuchlizenzen selbst nutzen: 9 der 25 meistverkauften Taschenbücher des Jahres 2014 gehen auf das Konto von Verlagen der Holtzbrinck-Gruppe, vor allem von Chartstürmer Rowohlt Taschenbuch (4 Titel), aber auch von Droemer Knaur und Fischer Taschenbuch (1 bzw. 4 Platzierungen). Random House kam mit seinen Imprints Blanvalet, btb und Goldmann auf 8 Platzierungen – Bastei Lübbe auf 4.


Jojo Moyes: „Weit weg und ganz nah“ (Rowohlt Taschenbuch)
Jojo Moyes: „Ein ganzes halbes Jahr“ (Rowohlt Taschenbuch)
John Green: „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ (dtv)
Jonas Jonasson: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ (btb)
Jojo Moyes: „Eine Handvoll Worte“ (Rowohlt Taschenbuch)
Wolfgang Herrndorf: „Tschick“ (Rowohlt Taschenbuch)
Anne Gesthuysen: „Wir sind doch Schwestern“ (Piper)
Mary Simses: „Der Sommer der Blaubeeren“ (Blanvalet)
Rachel Joyce: „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ (Fischer Taschenbuch)
Marc Elsberg: „ Blackout – Morgen ist es zu spät“ (Blanvalet)
Erik A. Sund: „Krähenmädchen“ (Goldmann)
Gillian Flynn: „Gone Girl - Das perfekte Opfer“ (Fischer Taschenbuch)
Dan Brown: „Inferno“ (Bastei Lübbe)
Nina George: „Das Lavendelzimmer“ (Droemer Knaur)
Ken Follett: „Winter der Welt“ (Bastei Lübbe)
Timur Vermes: „Er ist wieder da“ (Bastei Lübbe)
Klaus-Peter Wolf: „Ostfriesenfeuer“ (Fischer Taschenbuch)
Khaled Hosseini: „Traumsammler“ (Fischer Taschenbuch)
Jeff Kinney: „Gregs Tagebuch 1 – Von Idioten umzingelt!“ (Baumhaus Medien)
Elizabeth George: „Glaube der Lüge“ (Goldmann
Charlotte Link: „Im Tal des Fuchses“ (Blanvalet)
E.L. James: „Shades of Grey 1 – Geheimes Verlangen“ (Goldmann)
Lucinda Riley: „Das italienische Mädchen“ (Goldmann)
Patrick Modiano: „Im Café der verlorenen Jugend“ (dtv)
Andreas Steinhöfel: „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ (Carlsen)



Taschenbuch Sachbuch: Top25 des Jahres 2014

Kein Titel verkaufte sich im vergangenen häufiger als die Taschenbuchausgabe des „BGB“ (dtv) - wirklich überragend entwickelte sich bei genauerem Hinsehen jedoch ein anderes Thema, miau: James Bowen, britischer Autor und Musiker, schlängelte sich mit seinen von Bastei Lübbe veröffentlichten Geschichten über sein Leben mit Kater Bob an allen anderen vorbei; „Bob, der Streuner“ landete auf Platz 2, „Bob und wie er die Welt sieht“ auf Platz 3 – und „Ein Geschenk von Bob“ auf Platz 5.

Bowen war im vergangenen Jahr allerdings nicht der einzige Autor in den Sachbuch-Taschenbuch-Charts, der sich gleich mehrmals platzieren konnte: Marc-Uwe Kling erreichte mit seinen Känguru-Chroniken die Plätze 8, 10 und 25 (alle: Ullstein Taschenbuch), Sabine Bode mit ihren historischen Erkundungen – „Kriegsenkel“ und „Die vergessene Generation“ (beide: Klett-Cotta) – die Räne 16 und 19.

Dass auch auf der Sachbuch-Bestsellerliste die Großen den Ton angeben, ist erwartbar: Bastei Lübbe (siehe: Bob) dominiert die Top5, konnte neben Bowens Bob-Geschichten ansonsten jedoch nur noch ein weiteres Thema platzieren (Ralf Schmitz mit „Schmitz‘ Häuschen“; Rang 17). Holtzbrinck und die Verlagsgruppe Random House haben es jeweils mit fünf Titeln in die Endauswertung geschafft, Bonnier mit sechs (Verlage: Piper, Ullstein).


Bürgerliches Gesetzbuch (BGB): dtv
James Bowen: „Bob, der Streuner“ (Bastei Lübbe)
James Bowen: „Bob und wie er die Welt sieht“ (Bastei Lübbe)
Ales Loyd; Ben Johnson: „Der Healing Code“ (Rowohlt Taschenbuch)
James Bowen: „Ein Geschenk von Bob“ (Bastei Lübbe)
Rolf Dobelli: „Die Kunst des klaren Denkens“ (dtv)
Malala Yousafzai; Christina Lamb: „Ich bin Malala“ (Droemer Knaur)
Marc-Uwe Kling: „Die Känguru-Offenbarung“ (Ullstein Taschenbuch)
Robert Betz: „Willst du normal sein oder glücklich?“ (Heyne)
Marc-Uwe Kling: „Die Känguru-Chroniken“ (Ullstein Taschenbuch)
Peter Scholl-Latour: „Die Welt aus den Fugen“ (Ullstein Taschenbuch)
William R. Davis; Imke Brodersen; Willi Davis: „Weizenwampe“ (Goldmann)
Joachim Fuchsberger: „Altwerden ist nichts für Feiglinge“ (Goldmann)
Lillian Crott Berthung; Randi Crott: „Erzähl es niemandem!“ (DuMont Buchverlag)
Florian Illies: „1913“ (Fischer Taschenbuch)
Sabine Bode: „Kriegsenkel“ (Klett-Cotta)
Ralf Schmitz: „Schmitz' Häuschen“ (Bastei Lübbe)
Hetty van de Rijt; Frans X. Plooij: “Oje, ich wachse!“ (Goldmann)
Sabine Bode: „Die vergessene Generation“ (Klett-Cotta)
Meike Winnemuth: „Das große Los“ (btb)
Thorsten Havener: „Ohne Worte“ (Rowohlt Taschenbuch)
Bastian Bielendorfer: „Mutter ruft an“ (Piper)
Remo H. Largo: “Babyjahre“ (Piper)
Anne Frank: „Anne Frank Tagebuch“ (Fischer Taschenbuch)
Marc-Uwe Kling: „Das Känguru-Manifest" (Ullstein Taschenbuch)

Quelle: Börsenblatt online

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