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Alice und die Suche nach dem nächsten Bestseller 30.03.2015
1.200 Aussteller aus 95 Ländern, ein Wochenende für junge Leser auf dem Messegelände, Palmprozessionen und ein Streik: Die 52. Internationale Jugendbuchmesse in Bologna ist eröffnet. VON STEFAN HAUCK

Die Jugendbuchmesse Bologna öffnet sich schrittweise dem Publikum: Nachdem es im vergangenen Jahr bereits einen eigenen Pavillon für Kinder samt integrierter Messebuchhandlung gab, durften Kinder, Eltern und Interessierte gestern und vorgestern erstmals als Preview die große Illustratorenschau samt Gastlandauftritt besuchen. Mehr als 300 Originale von Künstlern aus 60 Ländern sind dort ausgestellt – die besten aus 3000 eingereichten Arbeiten.

Alice wird gefeiert

Anlässlich des 150. Geburtstags von Lewis Carrolls „Alice in Wonderland“ wurden in einer weiteren Ausstellung Illustrationen zu diesem Kinderbuch von Anthony Brown bis Lisbeth Zwerger gezeigt. Dazu hatte am Wochenende einer der bekannten Bologneser Patissiers, Gino Fabbri, besondere Geburtstagsleckereien für Kinder kreiert. Sie konnten sich auch in einem Studio im Stil des 19. Jahrhunderts mit einer Lieblingsfigur aus „Alice“ ablichten lassen (Carroll hat auch leidenschaftlich fotografiert); die Fotos wurden sofort auf die elterlichen Smartphones geschickt. Stummfilme von 1903 bis 1915 zur Alice-Geschichte mit Live-Pianobegleitung war am Samstag im Cinema Lumière zu sehen. Zeichenworkshops und viele Events für Kinder sowohl auf dem Messegelände als auch in der Stadt rundeten das „Wochenende für junge Leser“ ab. Und eine große Messebuchhandlung im Pavillon 22 mit Kooperation mit der Kulturkooperative des Buchhändlers Giannino Stoppani gibt es auch wieder.

Völlig ungewohnt präsentierte sich die Innenstadt als Fußgängerzone: Auf der großen Via Independenza flanierten die Menschen bei sonnigmildem Frühlingswetter oder zogen ganztägig in Palmsonntagsprozessionen mit Olivenzweigen durch, am Nachmittag begleitet von Protestkundgebungen gegen McDonalds.

Suche als Leitmotiv für die Messetage

Am Abend folgte dann im Istituto Germanica der traditionelle Empfang der Arbeitsgemeinschaft der Jugendbuchverlage avj, auf dem sich die Branche über aktuelle Entwicklungen austauschte und Neuigkeiten laut wurden wie ein Verlagszukauf oder der Start eines großen Reihenprojekts – mehr dazu in Kürze in eigenen Meldungen. Avj-Vorsitzende Renate Reichstein eröffnete ihre Rede mit der Feststellung: „Über Zahlen sage ich heute nichts. Die kennen Sie alle – und vor allem die, die Ihr Unternehmen betreffen“. Von „rosig“ könne nicht überall die Rede sein, auch wenn 2014 gerade so eben zwischen rot und schwarz geendet habe.

Der Titel „Die Suche“ auf dem aktuellen Börsenblatt könne als Motto für die Messetage kaum passender sein: „Wir suchen nach dem nächsten sicheren und langlebigen Bestseller mit nachfolgender erfolgreicher Filmumsetzung, nach neuen Partnern, neuen Märkten und nach den richtigen Zielgruppen für unsere Medienprodukte.“ Eine Suche, die sich schwierig gestalte, da die sehr heterogene Zielgruppe im Alter von drei Monaten bis ins junge Erwachsenenalter in einem rasanten Veränderungsprozess begriffen sei. Für das Kleinkinder und Vorschulalter schienen die diversen Vorlesemotivationsprogramme zu greifen,“ Pappe wie Bilderbuch verzeichnen erfreuliche Zuwächse“.

Die Neugier der Kinder zulassen

Wenn es jedoch an eigenständiges Lesen im frühen Grundschulalter gehe, „dann brechen die Zahlen dramatisch ein. Wenn wir es nicht schaffen, die Leseanfänger zu Lustlesern zu machen und ihnen die Freude am Lesen vermitteln, dann verlieren wir sie an andere Medien und Freizeitvergnügungen.“ In diesem Bereich der Kinderbücher müsse die Suche intensiviert werden. Und ausgedehnt auf Regionen, die man nicht gewohnheitshalber im Blick habe: Mit der allergrößten Selbstverständlichkeit gingen wir alle davon aus, dass Inhalte und Illustrationen aus deutschsprachigen Verlagen für den Rest der Welt geeignet seien. „Aber gerade die Länder, die gesellschaftlich und kulturell am weitesten entfernt sind, Japan, Korea, China, oder Ägypten und die Emirate, haben offenbar keine oder nur wenig Schwierigkeiten, sich mit deutschen Inhalten und Illustrationen anzufreunden. Weshalb gehen wir nicht mit der gleichen Selbstverständlichkeit davon aus, dass auch unsere Kinder sehr viel neugieriger und aufgeschlossener sind?“

Dem Suchen allerdings sind am heutigen ersten Arbeitsmessetag kleine Hindernisse in den Weg gerollt werden: Ein Warnstreik der öffentlichen Buslinien legt den Verkehr am Vormittag bis 13.30 Uhr lahm. Die Taxis werden Hochkonjunktur haben.

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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