Der Tod aus der Teekiste
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Das Siegerduo: Gila Lustiger und Annika Scheffel 19.06.2015
Gila Lustiger und Annika Scheffel erhalten den Robert Gernhardt Preis 2015, das gab der hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein bekannt. Das Förderpreis in Höhe von 24.000 Euro wird aufgeteilt.

Gila Lustiger wird für ihren noch im Entstehen begriffenen Roman "Die Entronnenen" ausgezeichnet, der noch unerzählten Geschichte des Übergangslagers Zeilsheim und der jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main nach dem Zweiten Weltkrieg. Der angeschlagene Tonfall kommt ohne Pathos und fast ironisch daher; das habe die Jury überzeugt, so die Pressemitteilung. Gila Lustiger wurde in Frankfurt am Main geboren, studierte in Jerusalem Germanistik und Komparatistik und lebt heute in Paris. Sie ist Autorin von mehreren Romanen, ihr letzter Roman "Die Schuld der anderen" erschien in diesem Frühjahr.

Annika Scheffel erhält den Preis für ihr Romanprojekt "Hier ist es schön". Ausgangspunkt ist das reale Projekt Mars One, bei dem freiwillige Teilnehmer ohne Wiederkehr auf den Mars geschickt werden sollen, um dort eine neue Gesellschaft aufzubauen. Vier Menschen sind für diese Reise ins Ungewisse ausgewählt. Das dystopische Zukunftsszenario habe bei der Jury durch seine leichthändige, aber doch poetische Sprache gepunktet. Annika Scheffel wurde in Hannover geboren, studierte in Gießen Angewandte Theaterwissenschaft und lebt heute in Berlin. Sie hat bisher mehrere Kurzgeschichten und zwei Romane veröffentlicht. Ihr letzter Roman "Bevor alles verschwindet" erschien 2013.

Eine Fachjury hat die beiden Preisträgerinnen bestimmt. Rund 50 Kandidaten standen zur Auswahl. Der Robert Gernhardt Preis wird am 16. September um 19 Uhr in der Naxoshalle in Frankfurt übergeben.

Zum Preis

Der Robert Gernhardt Preis wird gemeinsam vom Land Hessen und der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ausgelobt. Der Förderpreis wird jährlich an zwei Autor/innen vergeben. Er soll sie mit einem Preisgeld von jeweils 12.000 Euro bei der Realisierung eines größeren literarischen Vorhabens unterstützen.

Quelle: Börsenblatt online

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www.boersenblatt.net

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