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"Das Wort und die Freiheit" 26.06.2015
boersenblatt.net dokumentiert hier Klaus BrinkbÀumers Rede im Wortlaut:
I. Kapitel

ZunĂ€chst sechs Schlaglichter zum Thema Ihrer Buchtage, fĂŒnf Zitate und ein kleiner Gedanke:

1. Goethes Egmont sagt: "Freiheit! Ein schönes Wort, wer's recht verstÀnde."

2. Der Philosoph Karl Popper: "Wir mĂŒssen fĂŒr die Freiheit planen und nicht fĂŒr die Sicherheit, wenn auch vielleicht aus keinem anderen Grund als dem, dass nur die Freiheit die Sicherheit sichern kann."

3. Stefan Zweig schrieb in "Das Buch als Eingang zur Welt": "Und ich verstand, dass die Gabe oder die Gnade, weitrĂ€umig zu denken und in vielen Verbindungen, dass diese herrliche und einzig richtige Art, gleichsam von vielen FlĂ€chen her die Welt anzuschauen, nur dem zuteil wird, der ĂŒber seine eigene Erfahrung hinaus die in BĂŒchern aufbewahrte aus vielen LĂ€ndern, Menschen und Zeiten einmal in sich aufgenommen hat, und war erschĂŒttert, wie eng jeder die Welt empfinden muss, der sich dem Buch versagt." Soweit Zweig.

Oder, in meinen Worten: Man ist im Lesen frei.

4. Max Frisch, vor Studenten in New York: "Ladies and Gentleman, die Funktion der Literatur in der Gesellschaft, meine ich, ist die permanente Irritation, dass es sie gibt. Nichts weiter. Jede Kollaboration mit der Macht, auch mit einer demokratischen Macht, endet mit einem tödlichen SelbstmissverstĂ€ndnis der Kunst, der Poesie. Ihr Ort ist nicht ein Foyer der Chase Manhattan Bank. Dort wird sie zur Affirmation. Zur Dekoration der Macht. Das heißt, sie verkauft ihre Transzendenz: Kunst als solche ist transzendent. Wie Walter Benjamin es sagt: Die Kunst als Statthalter der Utopie."

5. Noch einmal Max Frisch: "Offenbar kommt noch etwas hinzu: BedĂŒrfnis nach Kommunikation. Man möchte gehört werden. Man möchte wissen, ob man anders ist als alle andern. Man gibt Zeichen von sich, um zu erfahren, ob wir einander verstehen. Man ruft aus Angst, allein zu sein im Dschungel der Unsagbarkeit. Man hat Durst nicht nach Ehre, aber nach Partnerschaft. Man hebt das öffentliche Schweigen auf, das Schweigen ĂŒber unsere WĂŒnsche und Ängste. Indem man schreibt, bekennt man sich, auch wenn man nicht von sich selber schreibt. Man gibt sich preis, um einen Anfang zu machen."

6. Welche Freiheit ist eigentlich die richtige, die von TTIP oder jene der Buchpreisbindung: die Freiheit also, BĂŒcher zu jedem Preis anzubieten, oder die Freiheit, Kultur trotz des Marktes zu fördern? Die Antwort: Nur die Buchpreisbindung ist in der Lage, die Freiheit der BĂŒcher zu sichern, auch wenn sie vorgeblich ein Zwang ist. Ein "Freihandels"-Abkommen hat mit Freiheit nicht mehr viel zu tun, wenn es die Freiheit des Wortes zerstört.
II. Kapitel

Um Charlie Hebdo und auch um die Bedrohung der Pressefreiheit werde ich hier und heute kaum herumkommen. Allerdings möchte ich zunÀchst ein Loblied auf die kleine freche Schwester der Freiheit singen: die Anarchie.

Kein Mensch kann ja planen, welches Wort ein Autor als nĂ€chstes schreibt bzw. es haben ja nur solche Texte und BĂŒcher wahren Reiz, auch wahren Erfolg, die unvorhersehbar waren ? die Möglichkeit eines Grass, eines Houellebecq war schließlich nicht zu erahnen. Kennen Sie "The Bone Clocks" schon, das neue Werk von David Mitchell? Niemand weiß, auf welche Reise Mitchell mit seinem nĂ€chsten Werk oder auch nur dem nĂ€chsten Satz geht, ich kann The Bone Clocks empfehlen, denn David Mitchell ist im wahren Sinne ein freier Autor.

Und kennen Sie Elena Ferrante? Wer hĂ€tte vorhergesagt, dass eine solche Geschichte heute noch möglich ist: Eine Frau, die vermutlich aus Neapel kommt, vielleicht aber auch nicht, und vielleicht ist sie auch gar keine Frau... also eine Frau aus Neapel schreibt eine Saga ĂŒber zwei Freundinnen, die schon in der Schule in unterschiedliche Welten gestoßen bzw. gefĂŒhrt werden: "My brilliant friend" war der erste Band, und ich warte nun sehnsĂŒchtig auf Nummer vier, der die Reihe beschließen soll. Und diese Frau, Elena Ferrante, möchte nicht, dass die Welt weiß, wer sie ist, sie will keine Interviews geben, und sie kommt damit durch. Kein Foto, keine EnthĂŒllung, nichts, die Freiheit des Wortes oder auch literarische Anarchie.

Denn es gilt ja fĂŒr den ganzen Kern unserer westlichen Bildung, der Hochschulen und der MedienhĂ€user und all dieser so regulierten und AblĂ€ufe und LehrplĂ€ne so liebenden Institutionen: Überall dort wirkt trotz aller PlĂ€ne und Strukturen wenig so sehr und so tief wie die nicht auszurechnende Inspiration, der Blick eines Menschen auf die Welt und das Echo dieses Blickes im freien Wort – mit anderen Worten praktizierte Anarchie.

Anarchisch waren die Zeichner von Charlie Hebdo allemal. Sollte man deren Zeichnungen heute also drucken, nachdrucken, nun erst recht, aus reinem Prinzip?

Der russische Schriftsteller Daniil Granin hat eine merkwĂŒrdige Balance gefunden zwischen Anpassung und Kritik am Sowjetregime. Granin hat Solschenizyn verteidigt und doch nie mit dem Regime gebrochen. Im Grunde waren die Schriftsteller (und einige Wissenschaftler) die einzigen, die die Diktatur attackierten, die einen mutiger, die anderen weniger mutig. Sie ergriffen das Wort fĂŒr die Freiheit, so wie es heute auch in China, in Saudi-Arabien, in der Ukraine und sonstwo geschieht.

Der Kommunismus ist vielleicht dank des WettrĂŒstens und der NachrĂŒstung zerbrochen. Aber den Todesstoß hat ihm das Wort gegeben, ob in Russland oder auch in der DDR. Die Menschen haben sich die Freiheit genommen, zu sagen, was ist (womit ich nun auch das wunderschöne Augstein-Zitat losgeworden wĂ€re, das bei uns im Foyer hĂ€ngt).

Interessanterweise gibt es ja dieses berĂŒhmte Rosa-Luxemburg-Wort, dass die Freiheit immer auch die Freiheit der Andersdenkenden ist. Das stammt ĂŒbrigens aus einem Text, in dem sie kritisch mit der bolschewistischen Revolution umgeht. Vermutlich hĂ€tte sich Rosa Luxemburg im Falle einer erfolgreichen Revolution in Deutschland kaum an die eigene Devise gehalten. Aber das fĂŒhrt zu weit.

Jedenfalls hat sich die Front zwischen dem freien Wort und der Unfreiheit inzwischen auf einen anderen Schauplatz verlagert: Kaum war der Kommunismus gescheitert, entwickelte sich der militante Islam zur grĂ¶ĂŸten Bedrohung der westlichen Werte. Man kann die Fatwa gegen Salman Rushdie als Epocheneinschnitt sehen. 1988 sprach Ayatollah Khomeini die Fatwa aus, wegen des Romans "Die satanischen Verse".

Jene Freiheit, die sich Rushdie genommen hat, empfinden radikale Muslime als Beleidigung des Propheten. Rushdie bekam damals schnell heftige Kritik zu hören, auch im Westen: Er provoziere die Muslime um der Provokation willen, man mĂŒsse auf religiöse Empfindungen RĂŒcksicht nehmen. Ähnlich wurden spĂ€ter die Mohammed-Karikaturen kritisiert.

Und genau hier wird es nun spannend. Einerseits halten wir alle die Freiheit des Wortes fĂŒr uneingeschrĂ€nkt gĂŒltig. Andererseits wissen wir inzwischen auch, dass der westliche Kulturhegemonismus ein friedliches Zusammenleben der Völker nicht immer erleichtert. Heinrich August Winkler wĂŒrde jetzt vermutlich sagen: Hilft ja nix, wir mĂŒssen unsere Werte verteidigen, der Islam muss endlich seine eigene AufklĂ€rung hinbekommen.

Ich kann trotzdem verstehen, dass es Menschen gibt, die da vorsichtiger argumentieren, die sich den Muslimen durch einen diplomatischen Umgang mit religiösen Werten annÀhern wollen.

Ich glaube aber nicht, dass dies etwas nĂŒtzen wird. Wenn wir uns die Freiheit des Wortes nĂ€mlich abkaufen lassen, werden wir lediglich weniger glaubwĂŒrdig sein, aber nicht beliebter. Aus Sicht der radikalen Muslime sind wir UnglĂ€ubige. Wenn wir nicht einmal an unsere eigenen Werte glauben, werden wir im Ansehen der Muslime noch weniger wert sein.

Es ist ja ĂŒbrigens auch das, was nach den AnschlĂ€gen passiert ist, relevant: Da war der Schock – denn was passieren kann, wenn ein unabhĂ€ngig denkender Mensch seine Freiheit benutzt, Mohammed so zu zeigen, wie es ihm gefĂ€llt, welche Gefahr darin steckt, all das zeigte der Anschlag.

Und eben dies war der Schock, gerade fĂŒr die eher bequeme Elite, die Meinungselite im Westen, die gewohnt ist, einerseits und zu Recht die Gefahr fĂŒr die Meinungsfreiheit in Russland, China etc. zu beklagen, aber andererseits gewohnt ist, dass das, was sie sagt, keine wirklichen Konsequenzen hat.

Die Frage also: Bist du bereit, fĂŒr das Wort zu sterben?

Diese Frage ist keine, die jeder Autor beantworten mĂŒsste ? aber die Frage stellte sich durch den Angriff auf Charlie Hebdo, stellt sich nun auf eine Art und Weise bei uns wie zuletzt in totalitĂ€ren Zeiten und Systemen.

VerblĂŒffend dann, was danach passierte, nach dem Schock und nach der Einigkeit der SolidaritĂ€tsadressen, die vielleicht auch mehr Wunschdenken und Projektion gewesen waren: wie also nach und nach diese Front durchbrochen wurde, wie Zweifel laut wurden an der aufklĂ€rerischen Haltung der Zeichner von Charlie Hebdo, gerade von linker Seite, wie ihr Humor als Weiße-MĂ€nner-Humor bezeichnet wurde, wie sie schließlich mehr oder weniger direkt als Rassisten bezeichnet wurden.

Ein Einschnitt war in diesem Zusammenhang die PEN-Tagung in New York, bei der sich so viele Autoren von der Ehrung fĂŒr Charlie Hebdo distanzierten: Die Grundfrage, die sich hier stellte, war ja, ob man Meinungsfreiheit relativieren kann, ob man in Zeiten, in denen es Vorurteile, Vorverurteilungen und Kriege gegen Muslime gibt, anders, rĂŒcksichtsvoller urteilen muss, kann, sollte.

VerblĂŒffend, dass die Stimmung ein wenig so ist wie zuletzt im Kalten Krieg: Weil man nicht das Spiel der Muslimhasser spielen will, kann man sich nicht positiv zu Charlie Hebdo Ă€ußern ? der Feind meines Feindes ist mein Freund, so hieß das damals.

George Orwell sagte dagegen: Wenn Freiheit ĂŒberhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
III. Kapitel

Und damit nun zur Pressefreiheit in unserer Zeit.

Haben Sie den "Circle" von Dave Eggers schon gelesen? Eine UnterlassungssĂŒnde: ich noch nicht, er liegt neben dem Bett. Aber unser großartiger neuer Kollege Volker Weidermann hat mir erzĂ€hlt, dass es im "Circle" einen Waldschrat gebe, den Jugendfreund der Heldin, den WiderstĂ€ndigen, der am Ende von den Drohnen der totalitĂ€ren, total ĂŒberwachten Gesellschaft zu Tode gehetzt wird. Dieser Waldschrat, sagt Volker Weidermann, reprĂ€sentiert auf seine Weise die Idee Buch, die Utopie Buch in Reinkultur.

Das Buch als Widerstand und letzter Ort der Freiheit in einer unfreien, von Google erfassten, umschlossenen Welt. Dieser Waldschrat ist der Eine, der nicht mitmacht, er ist der eine, der frei sein will, unĂŒberwacht, widerstĂ€ndig, schreibend und fĂŒr sich. Er ist die altmodische Vernunft. Der Freund aus der Vergangenheit, aus der alten Welt. Der fliehen will in den letzten unbeobachteten, freien Winkel der Welt – und den die Netzgemeinde in den Abgrund stĂŒrzt. Ein Mann der Gegenutopie, ein Narr, ein Einsamer, ein armseliger Held. Einer, der fĂŒr seine Freiheit kĂ€mpft und stirbt.

Wenn wir ĂŒber Freiheit in den Medien, Freiheit der Medien nachdenken, erleben wir gerade eine historische Neudefinition dessen, was das bedeutet.

Klaus BrinkbĂ€umer hielt seinen Vortrag vor den Besuchern des Fachkongresses Buchtage Berlin © Monique WĂŒstenhagen

Die alte Pressefreiheit wurde erkĂ€mpft gegen die MĂ€chte des Staates, der Kirche und, gelegentlich, der angeblich 'guten Sitten' (wenn man an Oscar Wilde denkt, der an den Folgen seiner Haft gestorben ist). Von Anfang an war diese Freiheit mit Geld verbunden (man musste welches haben, um gehört oder gelesen zu werden), aber sie war auch mit der DignitĂ€t des geschriebenen, vor allem des gedruckten Wortes verbunden. Das MĂŒndliche hat kalkulierbare Effekte, weil es an die Situation des Hier und Jetzt gebunden ist; erst das Schriftliche und massenhaft Verbreitete, das Dokumentierbare ist dauerhaft gefĂ€hrlich, brisant und wirksam.

Die neue Pressefreiheit wird regional radikal unterschiedlich definiert. In China, Rußland etc., in den weitesten Teilen der Welt werden noch die alten KĂ€mpfe ausgetragen, mit zunehmend brutaler Tendenz.

Und durch die technische Revolution ist eine neue Situation entstanden, denn man kann Journalismus nun beinahe ohne finanzielle Mittel betreiben. Ein Blogger braucht nicht mehr als seinen Laptop und einen Netzanschluss. Das, worunter die klassischen Printmedien Ă€chzen und wanken ? die Kosten fĂŒr Druck und Vertrieb ?, das kann nun umgangen werden.

Das bedeutet vor allem fĂŒr arme oder von Oligarchien kontrollierte LĂ€nder eine enthusiasmierende Möglichkeit: Die Verbreitung der Wahrheit ist nicht mehr an Geld gebunden.

Die Verbreitung der Unwahrheit leider auch nicht.

Deshalb hat die Verantwortung der Medien nicht ab-, sondern zugenommen. Mehr denn je ist es wichtig, die weltweit in rasender Schnelligkeit entstehenden GerĂŒchte mit AutoritĂ€t zu beantworten ? medialer AutoritĂ€t, die durch Recherche, Dokumentation, Urteilskraft entsteht.

Permanent aber mĂŒssen die Medien an ihrer 'Aura' arbeiten. Die Mittel, die frĂŒher diese Aura beilĂ€ufig garantiert haben (die AutoritĂ€t des Staates, der Gerichte, der gedruckten Schrift, die ExklusivitĂ€t der öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten), sind fĂŒr die Herstellung/Verbreitung von Nachrichten nicht mehr entscheidend.

Es gibt also eine Chance: Die Freiheit des Wortes gewinnt weltweit durch wache und mutige Individuen.

Und es gibt eine Gefahr: Der Journalismus und ĂŒberhaupt das geschriebene Wort können durch wildwuchernde GerĂŒchte, gesteuerte Kampagnen, Desinformation entwertet werden.

Der Kampf der seriösen Medien gegen die GerĂŒchtefabrikation erzeugt beim Hörer/Leser/Zuschauer eine Nachrichtenmelancholie; Verwirrung, Zynismus wider Willen. Das Grundvertrauen in die Sprache und das Bild wird erschĂŒttert.

Am Karikaturenstreit ? zunÀchst die Allah-Karikaturen aus DÀnemark, dann jetzt wieder am Beispiel Charlie Hebdo ? ist die moderne Asymmetrie deutlich geworden:

Die Geschichten entstehen lokal, werden aber weltweit verbreitet.

FĂŒr jede Geschichte ? je zugespitzter sie formuliert ist, um so mehr ? gilt: Der Kontext entscheidet ĂŒber die VerstĂ€ndlichkeit. Derselbe Witz funktioniert in der einen Gruppe, in der anderen aber eben nicht. Die klassischen Medien arbeiten fĂŒr ihre Zielgruppen und können deren Empfindsamkeiten und Interessen einschĂ€tzen. Sie gehen, wenn es gute Medien sind, verantwortungsvoll mit den sittlichen Überzeugungen ihrer Gesellschaft um.

Die Freiheit des Wortes, die in Paris oder Kopenhagen funktioniert, ist eben an die jeweilige Gesellschaft, den jeweiligen Kontext gebunden. Ihre jeweiligen Grenzen werden von den real existierenden Gesellschaften erkÀmpft und definiert. Die grundlegende Ethik des Journalismus besteht in der Wahrheit des Gesagten, nicht notwendigerweise in der Ausdehnung der Grenzen des Möglichen/Zumutbaren/Sittlichen. Journalismus ist Arbeit am Konkreten und im Kontext.

Und er braucht Vertrauen. Sie hören mir zu, weil Sie hoffen, dass ich Sie nicht langweile und dass Sie in irgendeiner Weise von dem profitieren, was Sie hören, dass es Sie anregt, auf eigene Gedanken bringt, zu einem produktiven Widerstand reizt oder ein GefĂŒhl von EinverstĂ€ndnis auslöst; und Sie gehen davon aus, dass ich vielleicht verwirrt oder nervös rede, aber nicht wahnsinnig bin. Dieses Grundvertrauen erscheint selbstverstĂ€ndlich, ist es aber nicht. Jedes Sprechen und Zuhören, jeder Austausch, der aus Schreiben und Lesen entsteht, beruht auf Vertrauen.

Der Journalismus und auch Ihre Branche beruhen auf der Ressource Vertrauen. Der Journalismus braucht diese Ressource, und wenn er gut ist, erzeugt er sie. Vertrauen in die Begreifbarkeit der Welt, Vertrauen in ihre Gestaltbarkeit durch uns.

Dazu mĂŒssen wir uns selbst und an uns selbst glauben.

Quelle: Börsenblatt online

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