Der himmelblaue Schmengeling
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Katharina Hacker erhält den Deutschen Buchpreis 2006 für ihren Roman "Die Habenichtse" / Frankfurter Buchmesse hat begonnen 04.10.2006
Der Sieger des Deutschen Buchpreises 2006 ist eine Siegerin: Katharina Hacker erhält die Auszeichnung für ihren Roman Die Habenichtse (Suhrkamp). „Katharina Hackers Roman Die Habenichtse erzählt die Geschichte von Haben und Sein neu. Ihre Protagonisten sind in den Dreißigern, wissen alles und kennen doch eines nicht: sich selbst. Sie lassen sich treiben und sind gleichermaßen Getriebene. In einer flirrenden, atmosphärisch dichten Sprache führt Katharina Hacker ihre Helden durch Geschichtsräume und in Problemfelder der unmittelbarsten Gegenwart, ihre Fragen sind unsere Fragen: Wie willst du leben? Was sind deine Werte? Wie sollst und wie kannst du handeln?

Die Qualität des Romans besteht darin, diese Fragen in Geschichten aufzulösen, die sich mit den plakativen Antworten von Politik und Medien nicht zufriedengeben“, so die Begründung der sieben Jury-Mitglieder. Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2006 gehören an: John von Düffel (Autor), Volker Hage (Der Spiegel), Elmar Krekeler (Die Welt), Terézia Mora (Autorin), Pia Reinacher (Kritikerin), Stephan Samtleben (Buchhandlung Samtleben) und Denis Scheck (Deutschlandfunk).

„Die Verleihung des Deutschen Buchpreises hat das Vertrauen in die Qualität der deutschen Gegenwartsliteratur wachsen lassen, die Erwartung nach Fortsetzung geweckt und den Hunger auf literarische Neuentdeckungen gesteigert“, so Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Vorsitzender der Akademie Deutscher Buchpreis, bei der Begrüßung der rund 400 Gäste im Kaisersaal des Römers. Der Börsenverein sei für diese Entwicklung dankbar. „Einem Berufsstand, der sich dem Buch verschrieben hat, muss daran liegen, die deutschsprachige Gegenwartsliteratur in jeder nur möglichen Hinsicht zu fördern, denn damit wächst zugleich die Aufmerksamkeit für die sprachliche Kultur in ihrer ganzen Breite, für das Schreiben wie für das Lesen, für die Autoren und die ganze um das Leitmedium Buch gruppierte Kultur.“

Katharina Hacker hat sich gegen Thomas Hettche (Woraus wir gemacht sind, Kiepenheuer & Witsch), Ingo Schulze (Neue Leben, Berlin Verlag), Saša Stanišic (Wie der Soldat das Grammofon repariert, Luchterhand), Ilija Trojanow (Der Weltensammler, Hanser) und Martin Walser (Angstblüte, Rowohlt) durchgesetzt. Sie erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

Die Preisträgerin wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die Jury hat im letzten halben Jahr alle von den Verlagen eingereichten Einsendungen gesichtet und zusätzliche Titel angefordert. Aus diesen rund 120 Romanen wurde eine 21 Titel umfassende Longlist zusammengestellt. Daraus haben die Juroren sechs Titel für die Shortlist gewählt.
Mit dem Deutschen Buchpreis 2006 zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den besten deutsch-sprachigen Roman des Jahres aus. Partner sind Florian und Gabriele Langenscheidt, der SPIEGEL-Verlag, die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis vor allem bei der Medienarbeit im Ausland.


Frankfurter Buchmesse hat begonnen:

Mit mehr als 7000 Ausstellern aus 111 Ländern hat gestern die 58. Frankfurter Buchmesse eröffnet.

Die weltgrösste Bücherschau ist nach eigenen Angaben mit 172 000 Quadratmetern verkaufter Ausstellungsfläche ausgebucht. Gastland ist in diesem Jahr Indien. Zum Abschluss wird am Sonntag in der Paulskirche der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an den Soziologen und Wissenschaftsmanager Wolf Lepenies verliehen. Etwa 400 000 Bücher und Multimedia-Produkte werden auf der Messe präsentiert. Zu rund 2500 Veranstaltungen sind etwa 1000 Schriftsteller eingeladen. Nach den Fachbesuchern hat am Wochenende auch das allgemeine Lesepublikum Zutritt.

Am Sonntag werden viele Verlage an den Ständen wieder Bücher verkaufen. Die Organisatoren rechnen mit insgesamt rund 280 000 Besuchern.

Quelle: Deutscher Buchpreis

Links zu dieser Meldung:
www.deutscher-buchpreis.de

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