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Israel als Ehrengast der Buchmessen von Turin und Paris 11.02.2008
Die Wahl Israels zum Ehrengast der diesjährigen Turiner Buchmesse (8.-12.5.) hat in Italien heftige Diskussionen ausgelöst. Politiker von zwei linksextremen Parteien sowie Vertreter pro-arabischer Gruppen äußerten den Verdacht, dass hier anlässlich der Feierlichkeiten im 60. Jahr der Staatsgründung Israels einseitig Partei im Nahostkonflikt genommen würde.

Angesichts des israelisch-palästinensischen Konflikts und besonders wegen der jüngsten Ereignisse im Gaza-Streifen forderten sie von den Veranstalter der 21. Fiera del Libro di Torino, die Einladung an Israel rückgängig zu machen. Der islamische Fundamentalist Tariq Ramadan, der im vergangenen Jahr bei der Turiner Buchmesse aufgetreten war, rief die arabischen Intellektuellen sowohl zum Boykott der Turiner als auch der Pariser Messe (Salon du Livre vom 14.-19. März) auf, die ebenfalls Israel als Ehrengast geladen hat. Der israelische Lyriker Aharon Shabtai hat nach Pressmeldungen bereits angekündigt, aus Protest gegen die Politik seiner Regierung weder nach Paris noch nach Turin fahren zu wollen. Für Israel haben sich dagegen in Italien Spitzenvertreter der wichtigsten Parteien sowie der Parlamentspräsident Fausto Bertinotti (von der Linkspartei Rifondazione Comunista) ausgesprochen. Ernesto Ferrero und Rolando Picchioni, Direktor und Präsident der Fiera del Libro, verteidigten in einem offenen Brief die Wahl Israels, die „eine Wahl für die israelische Kultur“ sei. Der Präsident des italienischen Verlegerverbandes AIE, Federico Motta, unterstrich die zentrale Bedeutung des Buchhandels für den freien Meinungsaustausch, ein Boykott sei genau das Gegenteil. Man brauche, sagte Motta in einer Presseerklärung, „Freiheit um zu arbeiten und um zu wachsen – hier wie anderswo.“ Der arabische Autor Tahar Ben Jelloun (Marokko) warnte davor, israelische Politiker wie Olmert mit Schriftstellern wie Oz, Grossmann oder Gutfreund in einen Topf zu werfen. Der islamische Soziologe Khaled Fouad Allam aus Algerien (der an der Universität Triest unterrichtet) und der jüdische Schriftsteller Victor Magiar aus Lybien nannten die Boykottforderungen gegen Paris und Turin „unwürdig“, sie seien „einseitig und auf Vorurteile“ gegründet. In Turin diskutiert man jetzt, ob man gleichzeitig der palästinensischen Literatur einen besonderen Platz auf der Messe zuweisen soll.

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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