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Das starke Comeback des Gedruckten 16.04.2016
Wenn es ein Wort gäbe, dass auch in diesem Jahr unsichtbar über der London Book Fair schwebte, dann wäre es das Wort "Deal". Denn die Buchmesse im Kensingtoner Ausstellungsgelände "Olympia" ist neben Frankfurt der wichtigste Rechte-Umschlagplatz im weltweiten Verlagsgeschäft.

Hier werden Verlags- und Übersetzungsrechte von Romanen aus allen Sprachräumen, ob englisch, spanisch oder koreanisch, meistbietend verkauft, wobei Lizenzen für englischsprachige Titel eine Hauptrolle spielen. Auch in diesem Jahr war das International Rights Centre bis auf den letzten Platz gefüllt, und auch die Verlagsstände – beispielsweise der von Penguin Random House – dienten neben der Information über die aktuellen Programme vor allem als Handelsplatz. Intensive, konzentrierte Gespräche im Halbstundentakt waren dabei die Regel.

Erworben werden die meisten Rechte in einem häufig spannenden Bieterwettbewerb, in dem in London sogar siebenstellige Pfundbeträge geboten wurden. Von einer Flut "sechsstelliger Abschlüsse" schrieb das Branchenmagazin "The Bookseller" schon zu Beginn der Messe. So erhielt die Trilogie "Mad", "Bad" und "Dangerous to Know" von Chloé Esposito vom Penguin-Random-House-Imprint Michael Joseph zwei Millionen Pfund an Vorschüssen für die Veröffentlichungsrechte und die Rechtevermarktung in elf anderen Ländern. Bei den Rechte-Auktionen hatten natürlich auch zahlreiche deutsche Verlage wie beispielsweise Aufbau ihre Eisen im Feuer. Ob sie den Zuschlag für ein Manuskript erhalten, entscheidet sich häufig erst später. Einer der letzten Bieterkämpfe wurde um Megan Hunters dystopischen Debüt-Roman "The End We Start From" ausgetragen. Die Rechte für die deutschsprachige Ausgabe konnte sich der Verlag C. H. Beck sichern.

Einig in der Beurteilung des britischen Buchmarkts waren sich die meisten Teilnehmer der London Book Fair, darunter auch die Interessenverbände von Verlegern und Buchhändlern. Begrüßt wurde das starke Comeback des gedruckten Buchs, das im vergangenen Jahr um fünf Prozent zulegte, wie Alan Staton, Marketingchef der "Booksellers Association", sagte. Die E-Book-Umsätze seien hingegen schwächer als im Jahr zuvor ausgefallen. Für die Buchhandelsunternehmen ist das naturgemäß eine frohe Botschaft – sowohl für die Ketten (Waterstones, W H Smith u.a.) als auch für die unabhängigen Buchhandlungen, die besonders in den mittleren Städten ("market towns") präsent sind.

Gemeinsamer Gegner sowohl der Ketten als auch der Indie-Buchhandlungen sei Amazon, so Staton, nicht nur bei E-Books. Die Booksellers Association habe eine Wettbewerbsklage gegen Amazon wegen seiner Praktiken im Markt für physische (gedruckte) Bücher eingelegt, hinter der auch EU-Kommissionspräsident Juncker und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz stünden.

Eine Trendwende sieht Staton auch bei alteingessenen Buchhandlungen: Während früher nach 30 Jahren mit der altersbedingten Geschäftsaufgabe die Sortimentsaktivität für immer eingestellt wurde, fänden sich heute junge Buchhändler, die bereit sind, den Betrieb weiterzuführen.

An der London Book Fair 2016 hatten vom 12. bis 14. April rund 25.000 Fachbesucher aus rund 100 Ländern teilgenommen. Etwa 1.500 Aussteller aus 60 Ländern präsentierten ihre Titel, Produkte und Services. Schwerpunktland ("Market Focus") 2017 wird Polen sein. Die London Book Fair 2017 wird vom 14. bis 16. März 2017 stattfinden.

Quelle: Börsenblatt online

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www.boersenblatt.net

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