Das Bundesinstitut fĂŒr Berufsbildung (BIBB) hat frische Ausbildungszahlen vorgelegt: Die Zahl der Buchhandels-Azubis und Medienkaufleute Digital und Print ist leicht gesunken. Besonders Sorge bereitet die wachsende Zahl der Abbrecher.
Das Bundesinstitut fĂŒr Berufsbildung (BIBB) hat frische Ausbildungszahlen vorgelegt: 2015 wurden 450 neue AusbildungsverhĂ€ltnisse fĂŒr den Beruf âBuchhĂ€ndler/inâ abgeschlossen - etwas weniger als im Vorjahr (468, Stichtag: jeweils 30. September). Im Ausbildungsberuf âMedienkaufmann/-frau Digital und Printâ gab es 729 NeuvertrĂ€ge (2014: 750). Zudem starteten wieder 45 NachwuchskrĂ€fte eine Ausbildung als âEinzelhandelskaufmann/-frauâ im Buchhandel. Die Ausbildungsbereitschaft der Branche sei damit âunvermindert hochâ, so das Fazit des Börsenvereins.
Anders als in den Vorjahren hat diesmal allerdings eine gröĂere Zahl von Azubis die Stelle gar nicht erst angetreten - oder das ArbeitsverhĂ€ltnis noch in der Probezeit beendet. Das zeigen die jĂŒngst vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag veröffentlichten Daten, die zum 31. Dezember 2015 erhoben wurden und damit auch die VerĂ€nderungen in den vier ersten Ausbildungsmonaten widerspiegeln: Hier wurden nur noch 420 NeuvertrĂ€ge fĂŒr BuchhĂ€ndler und 707 fĂŒr Medienkaufleute gezĂ€hlt.
FĂŒr Monika Kolb-Klausch, Bildungsdirektorin des Börsenvereins, belegen diese Zahlen âdie wachsenden Herausforderungen im Recruiting und bei der Bindung von Azubisâ. Oft hĂ€tten beide Seiten falsche Erwartungen. âEs bedarf heute anderer MaĂnahmen, um junge Menschen fĂŒr die TĂ€tigkeit und das Unternehmen zu begeistern.â Ăber alle Branchen hinweg liegt die Abbruchquote laut BIBB bei fast 25 Prozent, je nach Lage auf dem Ausbildungsmarkt.
Quelle: Börsenblatt online
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