Madrigal für einen Mörder
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Friedenspreis 2008 für Anselm Kiefer 05.06.2008
Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat den deutschen Künstler Anselm Kiefer zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt. Die Verleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 19. Oktober, in der Paulskirche statt. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.

In der Begründung des Stiftungsrats heißt es: „Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2008 Anselm Kiefer und ehrt mit ihm einen weltweit anerkannten Künstler, der seine Zeit mit der störenden moralischen Botschaft vom Ruinösen und Ver-gänglichen konfrontiert. Anselm Kiefer erschien im richtigen Moment, um das Diktat der unverbindlichen Ungegenständlichkeit der Nachkriegszeit zu überwinden. Der Künstler agiert als genialer, bewusster Eroberer, der die Mittel einer texturreichen, expressiven Malerei an sich reißt und wie Beutestücke in die eigene Bildwelt transferiert. Im Mittelpunkt steht eine von Vergangenheit zerfressene, zerstörte Gegenwart, die mit äußerst verknappter Rhetorik, mit Sprachlosigkeit präsentiert wird. Die starke Resonanz seines Werks beruht auf der Fähigkeit, für die zeitlosen und für die akuten Themen, die Anselm Kiefer behandelt, eine Bildsprache zu entwickeln, die aus dem Betrachter auch einen Leser macht. Denn wie stark sich Kiefer mit Literatur und Poesie auseinandersetzt, führen nicht nur die Installationen vor, die unentwegt auf große Texte anspielen. Er hat das Buch selbst, die Form des Buches, zu einem entscheidenden Ausdrucksträger gemacht. Gegen den Defätismus, der Buch und Lesen eine Zukunft abzusprechen wagt, erscheinen seine monumentalen Folianten aus Blei als Schutzschilde.“

Anselm Kiefer, geboren am 8. März 1945 in Donaueschingen, zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern und beeinflusst seit Beginn seines künstlerischen Schaffens die zeitgenössische Kunst. Der Sohn eines Zeichenlehrers studiert ab 1965 zuerst Rechtswissenschaften und Ro-manistik, bevor er, nach dem Studium der Bildenden Kunst bei Peter Dreher in Freiburg und bei Horst Antes in Karlsruhe, 1970-1972 als Schüler von Joseph Beuys in Düsseldorf arbeitet. Von der ersten Bilderserie „Besetzungen“ im Jahr 1969 bis zu seiner großen Ausstellung „Monumenta“ im Jahr 2007 im Pariser Grand Palais zeigt sich seine andauern-de künstlerische Auseinandersetzung mit der Geschichte, mit Religion, Philosophie und Mystik sowie mit Literatur und Poesie. Durch die Verbindung von Kunst mit politischer Aussage löst Anselm Kiefer in der Öffentlichkeit immer wieder Diskussionen aus. So beschäftigt er sich mit der Frage, ob es nach dem Holocaust und der Vereinnahmung der nationa-len kulturellen und künstlerischen Tradition durch das Dritte Reich überhaupt noch deutsche Künstler geben kann und setzt in seinen Bildern symbolische und mythische Elemente aus der deutschen Geschichte ein.

Anselm Kiefer ist Träger zahlreicher Auszeichnungen. So hat er den Hans-Thoma-Preis (1983) erhalten, den Wolf-Preis für Kunst (1990), den Goslarer Kaiserring (1991), den Internationaler Preis der Jury der 47. Kunst-Biennale Venedig (1997) sowie den japanischen Praemium Imperiale (1999) als Würdigung für einen zeitgenössischen Künstler, der einen ausgeprägten Sinn für die Auseinandersetzung der Kunst mit der Vergangenheit und der Ethik und Moral der Gegenwart entwickelt hat.

Anselm Kiefer lebt in Paris.

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net
www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de

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