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Kinder- und Jugendbuch: Die Grenzen verschwimmen 10.09.2008
Die klare Trennlinie zwischen Jugendliteratur und Erwachsenenbelletristik wird immer durchlässiger. Zunehmend bieten Verlage Werke an, bei denen beide Zielgruppen im Blick sind.

»Wir werden nicht immer älter, wir bleiben länger jung«, lautet eine von Trendforschern wie Mathias Horx postulierte These. Dahinter verbirgt sich nicht nur das Bild des weltreisenden Rentners, sondern auch das früher abschätzig benutzte Bild des Berufsjugendlichen, der mit grauen Schläfen und Krawatte auf dem Skateboard zur Arbeit rollt und sich in der Welt von Hausse und Baisse genauso gut auskennt wie in der von Crooked Grind und Heelflip.
Erwachsen zu werden hat heute nichts mehr mit klaren Übergangsritualen zu tun, sondern verblasst als Ziel setzung immer mehr. Erwachsen werden kann man ja auch später noch, wenn man denn dann eine Vorstellung davon hat, was überhaupt damit gemeint sein soll. Und vielleicht ist man es ja schon längst, ohne es gemerkt zu haben. In diesem Spannungsfeld wächst das Interesse daran, etwas über die Lebensentwürfe junger Menschen zu lesen. »Erwachsene haben heute viel mehr Lust auf Jugendbücher als früher«, bemerkt cbj-Jugendbuch-Programmleiterin Susanne Stark. Wie ein Blick in die Belletristik-Vorschauen zeigt, gibt es immer mehr beachtenswerte Romane, die sich um eine Hauptfigur im Teenageralter spinnen.
Einzeltitel, die ein Zeitgefühl beschreiben oder durch das jugendliche Alter des Autors bestechen, haben schon immer Aufmerksamkeit erzielt. Vor allem, wenn sie sich nicht glasklar der Jugendliteratur zuordnen ließen. Als Klassiker jenseits von Goethes »Werther« gilt Salingers »Fänger im Roggen«, der 1962 das Genre des modernen Adoleszenzromans ebenso wie das der All-Age-Literatur begründete.
Seine Nachfolger finden sich in allen Verlagen, eine Vielzahl davon bei Kiepenheuer & Witsch. Niven Govindens »Graffiti my soul«, laut Verlag ein Roman über »das Erwachsenwerden in den Zeiten von Hip-Hop und Handy, authentisch, eindringlich«, erschien im Frühjahr 2008, Alina Bronskys Debüt »Scherbenpark« über die 17-jährige Deutsch-Russin Sascha und ihr Leben zwischen katholischer Eliteschule und heruntergekommenem Hochhausghetto ist ein Spitzentitel im Herbst.
Für den Roman »Schneeweiß und Russenrot« der jungen Dorota Maslowska gab es 2005 sogar den Deutschen Jugendliteraturpreis. »Das hat uns gefreut – aber auch überrascht«, erklärt Lutz Dursthoff, Cheflektor bei Kiepenheuer & Witsch. Als verkappter Jugendbuchverlag sieht man sich dort aber nicht: ­»Coole 16-Jährige schreckt das Etikett ›Jugendliteratur‹ eher ab. Besser also, wir etikettieren nicht und freuen uns, dass die Lebenswelten nicht mehr so getrennt sind wie früher«, so Dursthoff.
Das funktioniert auch beim neuesten Titel von Nick Hornby, »Slam«, der in Großbritannien als Jugendbuch veröffentlicht wurde, hierzulande aber in einer Reihe mit Hornbys anderen Romanen steht.
Mehr Lesergruppen
Umgekehrt lief es bei Faiza Guènes »Paradiesischen Aussichten«. Ullstein kaufte den Roman beim Originalverlag Hachette als Erwachsenenbuch ein, Carlsen parallel als Jugendbuch ab 14 Jahren. Dank der unterschiedlichen Platzierung im Buchhandel erschließen sich so zwei unterschiedliche Lesergruppen. Ein Modell, das sich auch bei Federico Moccias »trendigen Jugenddramen« um die Liebe zwischen den 17-jährigen Babi und Step bewährt hat: Klappenbroschur bei List, Taschenbuch bei Ullstein und bei Carlsen. Einmal für Erwachsene, einmal für Jugendliche: Markus Zusaks »Bücherdiebin« erschien ebenfalls parallel bei Blanvalet und cbj, Alice Kuipers »Sehen wir uns morgen?« bei Krüger und Fischer Schatzinsel.


Daniel Oliver Bachmann
"Petting statt Pershing"
Ullstein Taschenbuch, 2008
208 S., 8,00 Euro


Sibylle Berg
"Habe ich dir eigentlich schon erzählt ...
Ein Märchen für alle"
Hörcompany, 2008
3 Std. 30 Min.,19,90 Euro


Troy Blacklaws
"Malindi"
Liebeskind, 2008
288 S., 19,80 Euro


Alina Bronsky
"Scherbenpark"
Kiepenheuer & Witsch, 2008
288 S.,16,95 Euro


Willa Cather
"Lucy Gayheart"
Manesse, 2008
352 S.,19,90 Euro


John Connolly
"Das Buch der verlorenen Dinge"
Paul List, 2008
336 S., 16,90 Euro


Joe Dunthorne
"Ich, Oliver Tate"
Rowohlt, 2008
384 S., 19,90 Euro


Gunter Geltinger
"Mensch Engel"
Schöffling, 2008
272 S., 19,90 Euro


Niven Govinden
"Graffiti My Soul"
Kiepenheuer & Witsch, 2008
288 S, 8,95 Euro


Faiza Guène
"Paradiesische Aussichten"
Carlsen, 2006
144 S., 12,00 Euro


Khaled Hosseini
"Drachenläufer"
Berlin Verlag, 2008
384 S., 10,50 Euro
und bei
Ueberreuter (Grossdruck), 2008
568 S., 19,95 Euro



Catherine Jinks
"Teuflisches Genie"
Droemer Knaur, 2008
656 S., 12,95 Euro


Sadie Jones
"Der Außenseiter"
Schöffling, 2008
420 S., 22,90 Euro


Dirk Kurbjuweit
"Zweier Ohne"
Kiepenheuer & Witsch, 2008
144 S., 7,95 Euro


Perihan Magden
"Zwei Mädchen. Istanbul-Story"
Suhrkamp, 2008
324 S., 9,90 Euro


Henning Mankell
"Der Zorn des Feuers"
Oetinger, 2008
176 S, 12,00 Euro


Anne Michaels
"Fluchtstücke"
Berliner Taschenbuch Verlag, 2004
368 S., 8,90 Euro


Richard Milward
"Apples"
Blumenbar, 2008
254 S., 17,90 Euro


Federico Moccia
"Drei Meter über dem Himmel."
Carlsen, 2008
400 S., 8,95 Euro


Julie Myerson
"Wie ausser Atem"
Berlin Verlag, 2008
320 S., 19,90 Euro


Charlotte Roche
"Feuchtgebiete"
DuMont, 2008
220 S., 14,90 Euro


Tatiana de Rosnay
"Sarahs Schlüssel"
Berliner Tschenbuch Verlag, 2008
352 S., 7,90 Euro


Mårten Sandén
"Mias Glück"
Oetinger, 2008
288 S., 13,90 Euro


Dana Spiotta
"Eat the Document - Die perfekte Tarnung"
Kiepenheuer & Witsch, 2008
320 S., 9,95 Euro


Anya Ulinich
"Petropolis. Die große Reise der Mailorder-Braut Sascha" Goldberg. Roman
dtv, 2008
420 S., 14,90 Euro


Charlotte Wilde
"Apollonia Cox. Im Auge des Taifuns"
Pendo, 2008
320 S., 18,00 Euro

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net

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