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Studie: Kinder lesen gerne, aber Zahl der Buchverweigerer steigt 13.02.2009
Mehr als die HĂ€lfte der 6- bis 13-JĂ€hrigen liest gerne oder sehr gerne BĂŒcher. Allerdings: Der Anteil der Buchverweigerer nimmt zu. Das zeigt eine Studie des MedienpĂ€dagogischen Forschungsverbunds SĂŒdwest.

FĂŒr die Studie wurden 1 200 Kinder und deren Haupterzieher im FrĂŒhsommer 2008 zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt.

Demnach lesen 51 Prozent der 6- bis 13-JĂ€hrigen sehr gerne oder gerne BĂŒcher. Der Wert hat sich im Vergleich zu 2006 sogar um 2 Prozent erhöht. 15 Prozent der befragten Kinder lesen jeden oder fast jeden Tag, 37 Prozent mindestens einmal in der Woche.

Im Vergleich zu anderen Medien liegt das Buch jedoch weit hinter Fernsehen (73 Prozent tÀglich). Auch Computer (23 Prozent) und CD-Hören (23 Prozent) steht höher in der Gunst.

Der Anteil der Kindern, die gar nicht lesen, nimmt zu: Er liegt bei 17 Prozent, mit deutlich steigender Tendenz im Verlauf der letzten Jahre (2006: 14 Prozent, 2005: 7 Prozent).

44 Prozent der Jungen und 30 Prozent der MĂ€dchen lesen regelmĂ€ĂŸig Comics und jedes zweite Kind sucht zumindest selten eine BĂŒcherei auf.

Beim Lesen unterscheiden sich Jungen und MĂ€dchen sehr deutlich. WĂ€hrend zwei Drittel der MĂ€dchen gerne oder sehr gerne lesen, gilt dies fĂŒr gerade einmal 38 Prozent der Jungen. Entsprechend ist der Anteil der Nichtleser bei den Jungen mit 21 Prozent deutlich höher als bei den MĂ€dchen (11 Prozent).

Harry Potter weiterhin Favorit

Knapp die HĂ€lfte der Kinder las zum Zeitpunkt der Befragung gerade ein Buch, die meisten Nennungen entfielen hierbei auf eine Ausgabe der "Harry-Potter"-Serie. Jedes zehnte Kind, das gerade ein Buch las, schmökerte in einem Tierbuch. Weitere Nennungen entfielen auf die Buchreihen „Die drei Fragezeichen“ und "Die Wilden Kerle".

Weiter werden Kinderklassiker wie "Pippi Langstrumpf" oder BĂŒcher der "Eragon"-Reihe genannt. AuffĂ€llig ist, dass die meisten der derzeit gelesenen BĂŒcher verfilmt wurden bzw. in verschiedenen Medien vermarktet werden. "Trotz multimedialer Umsetzung und crossmedialer Nutzung der Stoffe in Form von Kino- oder Fernsehfilmen oder Computerspielen behauptet sich auch der traditionelle Zugang ĂŒber das Buch", heißt es in der Studie.

Die Studienreihe KIM (Kinder und Medien, Computer und Internet) wird vom MedienpĂ€dagogischen Forschungsverbund SĂŒdwest seit 1999 durchfĂŒhrt. Die reprĂ€sentative Studie bildet das Medienverhalten der 6- bis 13-JĂ€hrigen in Deutschland ab. Die vollstĂ€ndige Studie ist auf der Website des Forschungsverbands abrufbar.

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net
www.mpfs.de/

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