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Romy Schneider-Roman: Einstweilige Verfügung bleibt bestehen 17.02.2009
Das Landgericht Frankfurt am Main bestätigte in seiner Urteilsverkündung am heutigen Vormittag größtenteils die einstweilige Verfügung gegen den Roman »Ende einer Nacht. Die letzten Stunden von Romy Schneider« (Blumenbar) von Olaf Kraemer.

Sieben kurze Passagen des Romans, die eine mögliche persönliche Nähe von Romy Schneiders Mutter Magda zum Nazi-Regime beinhalten, waren Ende vergangenen Jahres per einstweiliger Verfügung untersagt worden. Antragssteller der Verfügung war Horst Fehlhaber, der Witwer von Magda Schneider; der Blumenbar Verlag legte Widerspruch ein. Lediglich eine der sieben beanstandeten Stellen des Romans darf laut heutiger Entscheidung nun wieder verbreitet werden – der Satz der Romanfigur Romy Schneider, die beim Testen eines Diktiergeräts laut vor sich hin sagt: »Das Mammerli war ein Nazi-Schatz.«

Das Gericht, so die Einschätzung des Blumenbar Verlags, erkennt den Roman zwar als Kunstwerk an, behandelt ihn aber ähnlich wie ein Sachbuch – wo sich der Wahrheitsgehalt von Aussagen überprüfen lässt.

Der Roman »Ende einer Nacht« ist weiterhin in einer geschwärzten Fassung lieferbar. Der bisherige Aufkleber mit dem Hinweis »152 Wörter weniger« wird nun durch einen Aufkleber mit dem Vermerk »147 Wörter weniger« ersetzt.

Der Verlag prüft die Option, in die nächste Instanz zu gehen.

Autor Olaf Kraemer: »Das Urteil ist in meinen Augen absurd, weil das Gericht den Roman zwar als Kunstwerk anerkennt, aber ähnlich wie ein Sachbuch behandelt. Immerhin bleibt unbestritten, dass Magda Schneider ein Nazischatz gewesen ist. Somit bleibt auch eine der wesentlichen Aussagen des Buches bestehen, dass es nicht zuletzt die Vergangenheit der Eltern war, unter der Romy Schneider bis zu ihrem frühen Tod gelitten hat.«

Wolfgang Farkas, Blumenbar Verlag: »Es ist ein weiteres Urteil gegen die Kunstfreiheit. In einem Roman muss im Jahr 2009 darüber spekuliert werden dürfen, was Romy Schneider über ihre Mutter dachte. Noch dazu, wenn Filmaufnahmen existierten, auf denen diese Mutter mit strahlendem Lächeln neben Adolf Hitler zu sehen ist.«

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net
www.blumenbar.de

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