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Jugendbuchmarkt 2020: Große Auswahl, wenig Leser? 14.03.2009
„Um kompetente und souveräne Leser zu werden, brauchen Kinder jetzt und in Zukunft einen besseren Zugang zu Büchern – ob gedruckt oder digital“, lautete der zentrale Appell des Trendberichts Kinder- und Jugendbuch. Gefordert seien dabei vor allem Politik und Wirtschaft. Vorgestellt wurde der Trendbericht auf der Leipziger Buchmesse von der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj), dem Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ), der Stiftung Lesen und dem Börsenverein.

„Bücherlesen bildet. Diese Botschaft kommt in der Gesellschaft in den letzten Jahren immer stärker an, wird für die Zukunft aber auch immer wichtiger“, sagte Claudia Paul, Sprecherin des Börsenvereins. „Dazu tragen viele erfolgreiche Initiativen zur Leseförderung bei, wie der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels.“ Dieses Engagement spiegle sich auch im Markt für Kinder- und Jugendbücher wider, der sich derzeit auf sehr hohem Niveau bewege. „Auch ohne eine Harry Potter-Neuerscheinung ist der Umsatz kaum gefallen, das ist außergewöhnlich gut“, so Paul. Das Minus im Vergleich zu 2007 beträgt lediglich 3,8 Prozent, im Vorjahr war der Markt vor allem durch den Zauberlehrling noch um rund 24 Prozent angestiegen. Auch der Umsatz am Gesamtmarkt ist kaum gefallen - von 14,9 auf 14,6 Prozent; im Jahr 2006 betrug er lediglich 13 Prozent. Die Zahlen hat media control GfK International im Auftrag des Börsenvereins ermittelt.

E-Books als Chance der Leseförderung

Doch wie könnte die Situation auf dem Kinder und Jugendbuchmarkt im Jahr 2020 aussehen? Auf das E-Book als Chance der modernen Leseförderung setzte in einem Zukunftsszenario Klaus Willberg, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen,. „Die Nutzung vielfältigster Möglichkeiten der Rezeption von Inhalten wird in absehbarer Zukunft selbstverständlich sein“, sagte Willberg. Vor allem die jüngsten Leser würden zukünftig in Schule und Freizeit mit interaktiver Software arbeiten und auch belletristische Texte auf elektronischen Lesegeräten schmökern. Für die Verlage sei dies Chance und Herausforderung zugleich. „Wenn Kinder- und Jugendbuchverlage diese Chance nicht verpassen wollen, müssen sie ihre Geschäftsgrundlage heute ändern: vom Buchverlag zum Inhaltsverlag“, forderte er.

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Leseförderung als gesamtgesellschaftlicher Auftrag

Der Kreis der Leser wird bis zum Jahr 2020 zunehmend kleiner, die Auswahl an Kinder- und Jugendbüchern hingegen wächst, so die Prognose des Arbeitskreises für Jugendliteratur. „Orientierungshilfe wird deshalb immer wichtiger“, resümierte Regina Pantos, Vorstandsvorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur. „Das Angebot zu sichten, Bücher auszuwählen und jungen Lesern und ihren Eltern so Orientierung in der Vielfalt zu geben, ist ein Beitrag zur literarischen Bildung der Kinder“, meinte Pantos. Diesen Beitrag werde der Arbeitskreis für Jugendliteratur auch künftig leisten. Das aber reiche nicht aus. Der Bildungsauftrag dürfe nicht nur von einzelnen Institutionen übernommen werden, er müsse auch von der Politik ernst genommen werden. Krisenbedingter Investitionsstopp und Reformstau im Bildungswesen bewirkten nicht nur einen wirtschaftlich bedeutsamen Fachkräftemangel, sondern auch einen Rückgang ausgewiesener Buchkäufer und Leser.

Infrastruktur für Lesekultur

„Die Kinder von heute sind die Eltern von morgen“, sagte Christoph Schäfer, Sprecher der Stiftung Lesen. Und diesen Kindern werde zu selten vorgelesen, das belegt eine 2007 erschienene Studie, in der 42 Prozent der Eltern sagten, dass sie ihren Kindern selten oder nie vorlesen würden. „Wenn sich unsere Bildungspolitik nicht radikal ändert, kennen deshalb in zehn Jahren nur wenige Kinder einen Klassiker wie Pipi Langstrumpf. Ein viel zu großer Teil der Kinder wird beim Thema Kinder- und Jugendbuch nicht mitreden können, weil bei ihnen die Lust am Lesen nicht geweckt wurde“, so Schäfer. Die Lust am Lesen zu wecken und so eine lebendige Lesekultur zu schaffen, sei zentrale Aufgabe von Politik und Gesellschaft. „Wir müssen die Infrastruktur dafür schaffen, dass alle Kinder eine Chance haben, kompetent und souverän Kinderbücher lesen zu können“, sagte Schäfer.

Quelle: Börsenblatt online

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www.boersenblatt.net
www.boersenverein.de

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