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Rezession trifft Medienbranche - Zuwächse gibt's nur im Internet 18.06.2009
Die weltweite Rezession lässt die globale Medien- und Unterhaltungsindustrie erstmals seit Beginn der Internet-Revolution schrumpfen. Im laufenden Jahr werden die weltweiten Branchenerlöse gegenüber 2008 um voraussichtlich 3,9 Prozent auf knapp 1,35 Billionen US-Dollar (952 Milliarden Euro) sinken. Diese Zahlen prognostiziert die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in ihrem "Global Entertainment and Media Outlook: 2009 - 2013".

Verantwortlich für das Umsatzminus sei vor allem ein massiver Einbruch der Werbeeinnahmen, heißt es in der Studie. Nach dem deutlichen Einbruch der Werbeeinnahmen 2009 und einem weiteren erwarteten Rückgang 2010 steigen die Erlöse in den kommenden Jahren nur allmählich wieder an. Am stärksten betroffen sind Zeitungs- und Zeitschriftenwerbung mit weltweit mehr als 15-prozentigen Erlöseinbußen in diesem und immer noch einstelligen Rückgängen im nächsten Jahr. Auf Sicht der kommenden fünf Jahre sinkt der Werbeumsatz aller Medien der Studie zufolge um durchschnittlich 0,5 Prozent auf rund 467,3 Milliarden US-Dollar. Positiv entwickeln sich dagegen die Einnahmen aus Online-Werbung, die um jährlich 7,7 Prozent auf 86,7 Milliarden US-Dollar zulegen werden. Außenwerbung, Online-Werbung und Werbung in Videospielen sind die einzigen Werbesegmente, die in den nächsten fünf Jahren wachsen werden.

"In einem stagnierenden Markt gewinnt die Internet-Werbung stetig an Bedeutung. Auf das stationäre und mobile Internet werden 2013 rund 19 Prozent aller Werbeeinnahmen entfallen - 2008 waren es noch zwölf Prozent, im Jahr 2004 erst vier Prozent. Werbefinanzierte Medien müssen sich auf diese Entwicklung einstellen und ihre Inhalte online verfügbar machen, oder aber alternative Erlösquellen erschließen", kommentiert Mackenroth.

"Die gegenwärtige Rezession trifft die Medienbranche härter als alle vorausgegangenen. Sie stellt sogar die Krise nach dem Aus der New Economy zu Beginn des Jahrtausends in den Schatten. Denn nicht nur die Werbeeinnahmen sinken massiv, sondern auch die Verbraucher geben erstmals seit Jahren weniger aus", erläutert Frank Mackenroth, Partner und Leiter der Branchengruppe Entertainment & Media bei PwC. Ein klares Wachstum der Medienindustrie erwarten die Experten erst wieder ab 2011.

Quelle: Börsenblatt online

Links zu dieser Meldung:
www.boersenblatt.net
www.pwc.de

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